Pfarramtssekretärin Cornelia Sautter tritt am 1. Mai in den Ruhestand.Foto: Vögele Foto: Schwarzwälder Bote

Kirche: Pfarramtssekretärin Cornelia Sautter tritt in den Ruhestand / Kerstin Bleibel wird Nachfolgerin

Cornelia Sautter war zehn Jahre lang Pfarramtssekretärin in Vöhringen. Am 1. Mai endet ihr Wirken, dann geht sie in den Ruhestand.

Vöhringen (iv). "Jede Begegnung, die ich hier erlebte, hinterließ neben gefühlter Freude auch sensible, prägende Momente. Ich fühlte mich angenommen, mein Rat war gefragt." So beschreibt Cornelia Sautter ihre Tätigkeit als Pfarramtssekretärin. Zehn Jahre lang leistete sie ihren Dienst im evangelischen Pfarrhaus. Am 1. Mai tritt sie in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Kerstin Bleibel.

Eigentlich war sie nur in einem Notfall eingesprungen, nachdem ihre Vorgängerin Maria Stocker ausschied. Die Tätigkeit sprach sie jedoch an, sie erkannte darin auch eine erfüllende Aufgabe für sich. Zugute kamen ihr die bisherigen Erfahrungen, die sie beim evangelischen Jugendwerk in Sulz sammeln konnte. In dessen Verwaltung war der Name Sautter nicht nur mit einer umfassenden Organisation verbunden, sondern auch mit Kontakten zu den Pfarrern des ganzen Kirchenbezirks.

Die Strukturen waren ihr geläufig. Dennoch war sie überrascht, Verwaltung war nicht gleich Verwaltung. Etwa ein Vierteljahr besetzte sie beide Stellen gleichzeitig, von ihr als sehr "arbeitsintensiv" erlebt, bis zur endgültigen Einstellung. Die Kirchenpflege war inzwischen in das Pfarrbüro integriert worden. Rückblickend berichtet sie von einer "schwierigen, sehr zeitaufwendigen Phase", dennoch meisterte sie als "Mädchen für alles und jeden" die Herausforderungen.

Aufgaben wie Vorbereiten von Amtshandlungen und ­deren anschließende Einpflegung ins Kirchenprogramm, Terminüberwachungen, Verteilung der Posteingänge, das Mitteilungsblatt und vieles mehr. Alles wollte vorbereitet und organisiert sein.

Ganz viele Telefonate hielten sie in Atem. Aber vor allem lagen ihr die Menschen sehr am Herzen, spürbar in ihrem unermüdlichen Einsatz weit über ihre Dienstzeit hinaus. Ihr feines Gespür verriet ihr, wann jemand ein offenes Ohr, Hilfe, Seelentrost und Rat brauchte. Da war die Uhr Nebensache.

Bewegt berichtet sie von ihrem letzten Arbeitstag, an dem ihr als "unserer Conny" so viel Dank und Anerkennung zuteil wurde, sogar von den Kindergartenkindern. Reisen steht nun auf dem Programm, zuerst nach Ludwigsburg und München zu Kindern und Enkelkindern.

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