Eine lange Zeit der vertrauensvollen Zusammenarbeit geht zu Ende: Oberbürgermeister Adrian Sonder, Claudia Seiler, Bürgermeister Wolfgang Fahrner und Stadträtin Beate Gernsheimer (von links) bei der Verabschiedung im Großen Ratssaal. Foto: Rath/Stadtverwaltung

Claudia Seiler, Leiterin des Rechnungsprüfungsamts in Freudenstadt, geht in den Ruhestand. Von ihren Weggefährten wird sie sehr wertgeschätzt.

Der Gemeinderat Freudenstadt hat eine Persönlichkeit verabschiedet, die über Jahrzehnte hinweg die Arbeit im Rathaus geprägt hat: Claudia Seiler, Leiterin des Rechnungsprüfungsamts, tritt nach vielen Jahren im Dienst der öffentlichen Verwaltung in den Ruhestand. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

 

Für Seiler war es die letzte Gemeinderatssitzung – und sie endete mit großer Wertschätzung von allen Seiten. Oberbürgermeister Adrian Sonder, die Kollegen der Stadtverwaltung sowie die Mitglieder des Gemeinderats würdigten ihre Arbeit mit langanhaltendem Applaus.

Wechsel zum Landratsamt Freudenstadt

Claudia Seiler begann ihre Laufbahn im öffentlichen Dienst vor 46 Jahren bei der Stadt Fellbach. 1985 wechselte sie zum Landratsamt Freudenstadt und 2002 zur Stadt Freudenstadt. Dort war sie zunächst stellvertretende Haupt- und Personalamtsleiterin, anschließend zehn Jahre lang kaufmännische Betriebsleiterin der Stadtentwässerung.

2014 übernahm sie die Leitung des Rechnungsprüfungsamts. In dieser Funktion verantwortete sie über viele Jahre hinweg die interne Kontrolle der städtischen Finanzen, begleitete Haushaltsprozesse, prüfte Projekte und trug maßgeblich zur Sicherstellung von Transparenz und Rechtskonformität in der Verwaltung bei.

Mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl

Sonder hob in seiner Ansprache ihr „außerordentlich großes Pflichtbewusstsein und ihre Zuverlässigkeit“ hervor – Eigenschaften, die sie für die Leitung des Rechnungsprüfungsamts geradezu prädestiniert hätten. Sie sei hartnäckig im Detail gewesen und habe stets den Anspruch verfolgt, nicht nur rechtskonforme, sondern „wirklich gute“ Lösungen zu finden.

Als interne Kontrollinstanz sei die Rechnungsprüfung naturgemäß „nicht jedermanns Liebling“, so der Oberbürgermeister. Doch Seiler habe diese Rolle mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl ausgefüllt – nicht nur als Prüferin, sondern auch als „Partnerin und Verbündete“, die der Verwaltung beratend zur Seite stand. „Dabei habe ich sie als eine durch und durch ehrliche und verlässliche Persönlichkeit erlebt“, so Sonder. Diese Qualitäten seien gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte von besonderer Bedeutung gewesen.

Der Umgang mit öffentlichen Mitteln

Transparenz, Korrektheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln seien Grundpfeiler des Vertrauens in die Verwaltung, betonte Sonder weiter. Für die „respekts- und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ dankte er Seiler im Namen der gesamten Stadt.

Für den Gemeinderat sprach Beate Gernsheimer ihren Dank aus. Sie würdigte die stets konstruktive Zusammenarbeit.

„Jede Aufgabe hat mir gezeigt, wie viel Verantwortung, aber auch wie viel Gestaltungskraft in der Arbeit der Kommunalverwaltung steckt. Meine Motivation war dabei immer dieselbe: mich für die Belange unserer Stadt einzusetzen, aktiv mitzugestalten und eine verlässliche Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger zu sein“, so Seiler.