Schonachs Bürgermeister Jörg Frey (links) und der Schönwälder Bürgermeister Christian Wörpel (rechts) überraschen den Gallus Strobel mit einer Notration für dessen Jagdhütte. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Der Gemeindeverwaltungsverband der Raumschaft Triberg wählt Sven Ketterer einstimmig zum neuen Vorsitzenden und verabschiedet Gallus Strobel mit Lob und Humor.

Es war eine bemerkenswert kurze Sitzung, die der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) der Raumschaft Triberg am 19. Januar abhielt. Denn der eine Tagesordnungspunkt wurde bereits im Umlaufverfahren geregelt.

 

Doch wichtiger war die Stabübergabe, nachdem Gallus Strobel, noch amtierender Bürgermeister der Stadt Triberg und damit auch der Verbandsvorsitzende, zum Monatsende aus seinem Amt ausscheidet.

Zunächst wurde daher sein Nachfolger gekürt: Sven Ketterer, der zum 1. Februar das Amt des Rathauschefs in Triberg antreten wird, wurde einstimmig zum neuen Verbandsvorsitzenden gewählt – die nächste Sitzung des Verwaltungsverbands wird daher unter seiner Leitung durchgeführt.

„Wir werden sehen, ob es dann immer noch so stringente und kurze GVV-Sitzungen geben wird“, witzelte dazu Schonachs Bürgermeister Jörg Frey. Dem Schönwälder Bürgermeister Christian Wörpel oblag es, die Verdienste des Triberger Stadtoberhaupts Strobel um den GVV bei dessen Abschied in Worte zu fassen.

Drastische Veränderungen an den Schulen

Er hob dabei wichtige Themen der letzten Jahre hervor, die teils drastischen Veränderungen an den Schulen, die zu erheblichen Investitionen führten. „Die schulische Bildung war dir immer wichtig“, betonte Wörpel.

Dass Strobel auch bei höheren Behörden nie ein Blatt vor den Mund genommen habe, manchmal recht hemdsärmelig vorgegangen sei und klare Worte gefunden habe, zeigte sich im Nachhinein häufig als hilfreich.

Das riesige Regenüberlaufbecken

„Auch als wir das riesige Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage an der B33 gebaut haben, waren deine Verbindungen hilfreich, weil wir dadurch den Kostenrahmen trotz aller Probleme einhalten konnten“, räumte er ein.

Manchmal habe es kontroverse Debatten gegeben – „wir konnten uns dennoch am Ende immer ohne Groll in die Augen schauen. Es war eine immer hervorragende und ehrliche Zusammenarbeit“, so sein Schlusswort. Die Bürgermeister überreichten dem scheidenden Vorsitzenden eine Notration für seine Jagdhütte.