Zur Ehrenmedaille der Stadt gab es ein hintersinniges Bild der Burladinger Maler. Von links Wolfgang Bastian, Davide Licht, Josef Pfister und Thomas Wunder. Foto: Rapthel-Kieser

Die Stadt verlieh ihm die Verdienstmedaille, die Stadtkapelle machte ihn zum Ehrendirigenten. Beim Abschiedskonzert von Musikdirektor Thomas Wunder – nach 24 Jahren im Dienst – sparte niemand an Lob und Geschenken.

Beim Abschiedskonzert spielte sich der scheidende Dirigent der Stadtkapelle noch einmal durch die Höhepunkte seines Schaffens, welches in der Stadt Burladingen und vor allem bei der Jugendarbeit, meinte Bürgermeister Davide Licht, unauslöschbare Spuren hinterlassen hat. Die Stadtkapelle samt Jugendorchester und dem Kinderblasorchester KiBob glänzten dabei auf hohem Niveau und boten dem Publikum viele Ohrwürmer und Lieblingsmelodien.

Dass seine Familie samt Töchtern, Schwiegersöhnen und Enkel komplett zugegen war, dürfte Wunder besonders gefreut haben. Und Wunder betonte, wie viel es ihm bedeutete, dass sein einstiger Professor und Mentor Pierre Kuipers den langen Weg aus den Niederlanden auf sich genommen hatte, um an diesem Abend dabei zu sein.

Aktiv in den Blasmusik-Dachverbänden

Aktiv in den Blasmusik-Dachverbänden

Auch der Landes- und der Kreisblasmusikverband hatten Vertreter entsandt, die Wunders Wirken über die Burladinger Stadtgrenzen hinaus in die Dachorganisationen und vor allem bei der Jugendarbeit lobten und Geschenke und Auszeichnungen überreichten. Sponsoren der Stadt und der Stadtkapelle, darunter auch Wolfgang Grupp mit Tochter Bonita, sowie Ehrenmitglieder der Stadtkapelle, Gemeinderäte und viele Vertreter des öffentlichen Lebens waren zu diesem Abschiedsabend in den Wolfgang-Grupp-Saal der Burladinger Stadtkapelle gekommen.

Teresa Burkart sprach und dankte im Namen des Jugendblasorchesters. Foto: Rapthel-Kieser

Den Anfang machte, so wie im Konzert, die Jugend, die spielerisch den Beweis dafür erbrachte, was der 66-jährige am Pult und bei der Förderung des Nachwuchses geleistet hatte. Teresa Burkart fasste es in Worte, dass der Dirigent für das Jugendblasorchester auch mal in eine väterliche Rolle geschlüpft war, erinnerte humorig an verschwörerische Online-Hilfe bei einer Schnitzeljagd. Dafür gab es als Geschenk ein Erinnerungsalbum.

Für die Stadtkapelle sprach einer der drei Vorsitzenden, Maximilian Kuster, der das Wirken Wunders würdigte. Er erinnerte an die musikalischen Höhepunkte, die vielen Konzerte, und Konzertreisen und die Dauerbrenner im Programm der Stadtkapelle. Mit den Vorsitzenden Steffen Schuler und Ralf Burkhart überreichte er Thomas Wunder einen besonderen Dirigentenstab.

Ehrendirigentschaft für Thomas Wunder, von links Maximilian Kuster, Steffen Schuler, Ralf Burkhart und Thomas Wunder. Foto: Rapthel-Kieser

Als Gastdirigent willkommen

„Wir ernennen dich zum Ehrendirigenten“, erklärte er dem sichtlich gerührten Wunder. Der, so Kuster, sei auch künftig bei den Konzerten willkommen und dürfe da durchaus auch mal als Gastdirigent wieder den Stab schwingen, versicherte der Vorsitzende.

Stadt ehrt Dienste mit Ehrenmedaille

Bürgermeister Davide Licht hob vor allem hervor, welch ein guter Netzwerker Thomas Wunder in dem fast Vierteljahrhundert, das er in Diensten der Stadt gestanden hatte, gewesen sei. Burladingen habe mit vielen Projekten von überörtlicher Bedeutung davon profitiert und konnte dadurch auch immer wieder Sponsoren gewinnen.

Thomas Wunder freute sich, dass auch Pierre Kuipers, dritter von rechts, angereist war. Foto: Rapthel-Kieser

Der Gemeinderat hatte deswegen entschieden, Wunder die Ehrenmedaille der Stadt zu verleihen, so Licht unter dem Beifall der Anwesenden. Dazu gab es ein hintersinniges Bild, das zwei Burladinger Maler gefertigt hatten. Denn zusammen mit ihnen hatte Wunder einst die Sommerfarben aus der Taufe gehoben.

Wunder selber hielt es kurz und lediglich einen Zettel mit groß geschriebenen Danke hoch. „Jede Minute, die wir jetzt noch hier oben reden, die fehlt uns dann für den Austausch beim Empfang“, argumentierte er.

Denn danach hatte die Stadtkapelle zum Stehempfang, zu Getränken und Imbiss eingeladen und bewies in Minutenschnelle, dass die Musiker auch Umbauqualitäten haben. Der Empfang als glänzendes gesellschaftliches Ereignis dürfte ebenfalls in den Herzen der Burladinger noch nachklingen.