Drei Generationen Landräte im Kreis Rottweil vereint (von links): Der in den Ruhestand verabschiedete Wolf-Rüdiger Michel, sein Nachfolger Christoph Keckeisen und Michels Vorgänger Manfred Autenrieth. Foto: Otto

Beim großen Abschiedsfest für Landrat Wolf-Rüdiger Michel am Montagabend ergibt sich die Gelegenheit für ein besonderes Erinnerungsfoto.

Es ist alles da, was im Kreis Rottweil und den umliegenden Landkreisen Rang und Namen hat, schließlich endet eine Ära: Nach 24 Jahren wird mit Landrat Wolf-Rüdiger Michel der dienstälteste Landrat in Baden-Württemberg verabschiedet.

 

Doch auch wenn der 67-Jährige im Mittelpunkt steht, so gibt es einen Gast in der ersten Reihe, der an diesem Abend ebenfalls besondere Aufmerksamkeit genießt: Michels Vorgänger Manfred Autenrieth ist es möglich, bei diesem Anlass dabei zu sein – im hohen Alter von 89 Jahren. „Das freut mich wirklich ganz besonders“, sagt Wolf-Rüdiger Michel.

Autenrieth war 29 Jahre im Amt

Autenrieth war 1972 zum Amtsverweser des neu gebildeten Landkreises Rottweil und 1973 dann vom Kreistag zum Landrat gewählt worden. Dieses Amt füllte er 29 Jahre lang aus – bis er Ende April 2002 in den Ruhestand trat.

Ein Titel geht nach Emmendingen

Michels frisch gewählter Nachfolger, der 49-jährige Christoph Keckeisen macht das besondere Landrats-Trio komplett – und die Einladung zum Drei-Generationen-Bild nehmen schließlich alle gerne an. Auch wenn sich eine Gemeinsamkeit zeigt: Keiner der Dreien will die Rolle für sich in Anspruch nehmen, in der Mitte zu stehen. Letztlich fällt die Wahl der beiden älteren auf Keckeisen. Er könnte nun die Reihe der langen Landrats-Amtszeiten im Kreis Rottweil fortführen.

Der Titel des am längsten im Dienst befindlichen „Landrats-Methusalems“, wie Michel es schmunzelnd ausdrückte, geht nun übrigens von ihm auf Hanno Hurth über, der seit 23 Jahren Landrat in Emmendingen ist.