Die Sanierungsprojekte im Zuge der ’s Rössle-Umnutzung nehmen Fahrt auf in der Schwenninger Innenstadt: Jetzt soll bald das erste Gebäude abgerissen werden.
Ende September wurden nicht nur die Umnutzung des ’s Rössle – bekannterweise soll es umgebaut und mit unterschiedlichen Institutionen gefüllt werden –, sondern auch diverse andere Maßnahmen in der Schwenninger Innenstadt auf den Weg gebracht.
Was sie – fast – alle gemeinsam haben: Sie werden mit Landesmitteln gefördert, liegen die Projekte doch im Sanierungsgebiet Innenstadt Schwenningen, das erst im Sommer neu abgegrenzt worden ist. Bis Anfang Oktober, also kurz nach der entscheidenden Gemeinderatssitzung, musste das Sanierungsgebiet mit einem entsprechenden Antrag im Rahmen der Städtebauförderung aufgestockt werden.
Bürk-Kita im Bau
Neben Großprojekten wie der Sanierung des Muslenplatzes oder des Schwenninger Rathauses zählt unter anderem der Neubau der Kita in der Bürkstraße zu den geplanten Maßnahmen, der sich bereits in der Realisierung befindet.
Vor rund drei Wochen hat hier der Spatenstich für das rund 5,5 Millionen teure Projekt stattgefunden, das mit 0,95 Millionen Euro gefördert werden soll. Nach der Fertigstellung – geplant im Herbst 2026 – soll dann nebenan das ehemalige Verwaltungsgebäude (Bürkstraße 1) abgerissen werden, um das Grundstück als Außenbereich für den Kindergarten umzunutzen.
Vorlage im Rat
Das Projekt, das sich nahezu schon in den Startlöchern befindet, ist der geplante Abriss des Gebäudekomplexes Schützenstraße 13/15, das sich an der Ecke zur Austraße befindet. In einem Gebäudeteil befand sich früher einmal das Gasthaus zum Sternen, in dem anderen Teil hatte Nicole Reger ihr Fachgeschäft für Nähmaschinen.
Wie die Vorlage der Verwaltung für die nächste Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 3. Dezember, deutlich macht, belaufen sich die Gesamtkosten der Maßnahme auf 330 000 Euro – die Verwaltung war im Herbst noch von 254 000 Euro ausgegangen.
Die Maßnahme werde mit 60 Prozent aus Sanierungsmitteln – also rund 168 000 Euro – gefördert, die im Haushaltsjahr 2026 abgerufen würden. Die restlichen erforderlichen Finanzierungsmittel müssten in 2025 vorläufig gesperrt und entsprechend des Zahlungsmittelabflusses in das Haushaltsjahr 2026 übertragen werden.
Bald schon Start?
Den Zuschlag für die Abbrucharbeiten soll die Firma Neumaier aus Triberg bekommen, die ein Angebot in Höhe von rund 280 000 Euro vorgelegt hat – und sie könnte schon sehr bald mit der Umsetzung beginnen: In der Woche vor Weihnachten soll gestartet werden, die Fertigstellung ist für Mitte März 2026 vorgesehen.
Die offenen Parkplätze, die sich hinter den beiden Grundstücken befinden, sollen zwingend erhalten bleiben, hatte die Verwaltung bereits in der Vorlage zur damaligen Gemeinderatssitzung im September deutlich gemacht. Gleichzeitig sei eine Prüfung der Stellplatzablöse für 87 Parkplätze vorgesehen, für die 0,5 Millionen Euro veranschlagt sind.
Eine andere Handlungsvariante für die sämtlichen Innenstadt-Projekte hatte an dieser Stelle den Neubau einer Hochgarage für 7,8 Millionen Euro vorgesehen – der Gemeinderat hatte sich aber dagegen entschieden.
Großprojekt Schwenninger Innenstadt
Die Gesamtkosten
Für alle Maßnahmen, die in den kommenden Jahren rund um die Schwenninger Innenstadt anstehen, müssen laut Verwaltung 92,65 Millionen Euro investiert werden. Dabei sind für die Umnutzung des ’s Rössle 52,5 Euro veranschlagt – gefördert werden kann der Umbau mit maximal 7,15 Millionen Euro. Die übrigen Projekte und Maßnahmen – egal ob Sanierung, Abriss oder Neubau – haben ein Investitionsvolumen von 40,15 Millionen Euro und können mit rund 20 Millionen Euro bezuschusst werden. Einnahmen zur Gegenfinanzierung sollen durch den geplanten Verkauf der Städtischen Galerie und des Heimatmuseums, des Volkshochschulgebäudes sowie des Alten Gymnasiums generiert werden.