Das Gebäude Calwer Straße 2 in Nagold wird abgebrochen. Foto: Heiko Hofmann

Die Stadt Nagold hat mit dem Abbruch des Gebäudes Calwer Straße 2 begonnen. Damit wird mitten in der Stadt Platz für ein Neubauprojekt geschaffen – zehn Mietwohnungen inklusive.

Dicht ist das Dach nicht mehr. Viele Ziegel sind bereits abgedeckt worden, weitere folgen. Auch die Glasfenster fehlen mittlerweile. Zug um Zug geht der Abbruch des Hauses in der Calwer Straße 2 voran.

 

Das unscheinbare Gebäude grenzt direkt an das Nagolder Bauamt. Doch so klein und unwichtig, wie es heute wirkt, umso größer und bedeutender soll einmal der an dieser Stelle geplante Neubau werden.

Es ist der erste Neubau, den der Eigenbetrieb verwirklicht

Denn hier geht die Stadt in die Vollen. Wobei, streng genommen ist gar nicht die Stadt die Bauherrin. Der 2021 gegründete Eigenbetrieb „Wohnen in Nagold (WiN)“ ist für das Projekt zuständig. Und gerade für WiN ist es ein Meilenstein, denn der Neubau in der Calwer Straße 2 wird der erste sein, den der Eigenbetrieb verwirklicht und danach als Vermieter auf den Markt bringen will. Bis dato trat WiN nur als Vermieter von bestehenden städtischen Wohnungen auf.

Das Bauamt bekommt über den Neubau einen barrierefreien Zugang

Im Vergleich zu dem aktuellen Häuschen ist der geplante Neubau deutlich größer dimensioniert. Im vergangenen Sommer, als der Technische Ausschuss sich mit den Plänen beschäftigte, war von zehn Mietwohnungen die Rede, die man in dem Neubau verwirklichen will.

So soll der Neubau einmal aussehen. Rechts: das Nagolder Bauamt. Foto: Kauffmann, Theilig & Partner

Dabei sind im Erdgeschoss auch noch ein Besprechungsraum und zwei Büros für das Baudezernat vorgesehen. Und: Das Bauamt bekommt über den Neubau einen barrierefreien Zugang.

Da kommt dann schon einiges zusammen: 1250 Quadratmeter Bruttogrundfläche, 880 Quadratmeter davon sind Wohn- und Nutzungsfläche. Bei den Wohnungen handelt es sich um Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von 48 bis 70 Quadratmetern.

Die Calwer Straße ist an dieser Stelle nur noch einseitig befahrbar

Bereits während der nun begonnenen Abbrucharbeiten wird deutlich, dass die Baustelle Auswirkungen auf den Verkehr, aber auch auf die benachbarte Burgschule hat. Mit Bauzäunen wurde die Baustelle abgesichert, davon betroffen ist auch ein größerer Teil der Spiel- und Pausenfläche der Schule.

Der Abriss des Gebäudes Calwer Straße 2 hat begonnen. Foto: Heiko Hofmann

Zur anderen Seite hin grenzt das Abrissgebäude an die Calwer Straße. Dort steht auch direkt vor den Fenstern ein Baucontainer. Auch dort musste abgesperrt werden. Die Calwer Straße ist an der Stelle nur noch einseitig befahrbar. Der Fußgängerverkehr wird auf die andere Straßenseite gelenkt.

Im vergangenen Spätsommer wurde als Ziel ausgegeben, dass der Neubau bis Oktober 2027 fertiggestellt ist. Die Kosten wurden damals auf 4,5 Millionen Euro berechnet.