Verlockend an heißen Tagen: eine Abkühlung in der Eyach. Foto: Silke Thiercy

Nicht jeder kann oder will sich ein Ticket für das Freibad kaufen. Schließlich lockt auch die Eyach mit einer Abkühlung. Ob es eine gute Idee ist, im Fluss abzutauchen, haben wir nachgefragt. Bürgermeister Ermilio Verrengia kennt die Antworten.

Grundsätzlich ist das Baden in der Eyach erlaubt, sagt Verrengia. Aber: Nur dann, wenn es nicht explizit verboten ist – und das ist es eigentlich.

 

Die Stadt hat aus Gründen der Haftung das Baden in der Eyach untersagt. Warum? Verrengia: „Da es hier nicht erkennbare Untiefen und plötzlich wechselnde Wasserspiegel geben kann. Dies wurde entsprechend beschildert.“

So ganz unbedenklich ist das Planschen im Fluss hinsichtlich der Wasserqualität auch nicht. Das Wasser in der Eyach ist zwar spätestens seit den großen Putzaktionen vor der Gartenschau glasklar und man kann den Fischen beim Schwimmen zusehen – doch wenn es viel regnet, wir Wasser aus dem Kanalnetz in den Fluss eingeleitet, um Überschwemmungen zu vermeiden. Nach starken Regenfällen rät Verrengia vom Baden in der Eyach ab, „was aber aufgrund der Strömung eh zu gefährlich wäre.“

Bei viel Müll rückt der Bauhof an

Damit der Uferbereich nicht wie in der Vergangenheit oft geschehen vermüllt wird, kümmern sich ehrenamtliche Helfer. Sie sammeln den Unrat – leere Flaschen, Bierdosen, Windeln, Plastiktüten – ein. Aus dem Rathaus heißt es dazu: „Für diesen wertvollen und nicht selbstverständlichen Einsatz sind wir sehr dankbar.“

Bei solchen Einsätzen, so Verrengia, komme regelmäßig eine große Menge Müll zusammen. Bei größerem Unrat rückt der Bauhof an.

Wenn schon nicht Baden, dann Sparen? Nein, das Abzapfen von größeren Mengen Eyachwaaser, um den heimischen Garten zu wässern, ist nicht okay. Eine oder zwei Gießkannen oder Eimer voll dürfen entnommen werden, das fällt unter den so genannten „Gemeingebrauch“, erläutert der Bürgermeister. Abpumpen ist allerdings nicht drin.

Angeln ist nicht erlaubt

A pro pos Fische: Angeln ist nicht gestattet. Die Eyach und die Steinach sind an Fischerei-Vereine verpachtet. Zudem werde zumindest ein Fischereischein benötigt.

Gegen eine Abkühlung in der Eyach spricht nach Ansicht der Stadt je nach Pegelstand nichts – „persönliche Einschränkungen durch eventuelle Vorerkrankungen oder Einschränkungen sind natürlich zu beachten“, sagt Verrengia.

Es sei auch in Ordnung, mit seinem Hund im Wasser Gassi zu gehen. Nur sollte der Vierbeiner sich dann bitte nicht im Wasser erleichtern.

Enten sollten nicht gefüttert werden

Die vielen Enten zu füttern ist übrigens nicht explizit verboten. Brot vertragen die Wasservögel aber schlecht.

Und Verrengia selbst? Er war schon mal mit den Füßen drin. Er genießt die Aufenthaltsbereiche am Ufer im Trockenen, am liebsten die Bereiche ab dem Jugendhaus oder ab dem Stadtarchiv. Zum Schwimmen geht er lieber ins Freibad, verrät Verrengia. Oder an einen See. Oder noch lieber ans Meer.