Konzentriert bearbeiten die Schüler die Abitur-Aufgaben. Foto: Schwarzwald-Gymnasium

Seit Dienstag läuft in ganz Baden-Württemberg das Abitur. Somit ging es auch am Schwarzwald-Gymnasiums Triberg für die Schüler los und auch im zweiten Corona-Jahr erneut unter besonderen Bedingungen.

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Triberg - Begonnen wurde traditionell mit Deutsch, Mathematik steht diesmal am Ende der Prüfungen. Die Prüflinge sitzen nach zweiwöchiger Vorbereitungszeit von zu Hause aus im Schwarzwald-Gymnasium mit großem Abstand und mit Mund-Nasen-Schutz, aufgeteilt in verschiedene Räume, und erwarten mit Spannung die zu bearbeitenden Aufgaben.

Beim Prüfungsjahrgang bisher keine Corona-Fälle

Schulleiter Oliver Kiefer ist froh, dass es beim aktuellen Prüfungsjahrgang bisher gar keine Corona-Fälle gab und sich alle bislang sehr gut an die vorgeschriebenen Hygiene-Regeln gehalten hätten. "Wir lüften viel", betont Kiefer im Gespräch mit unserer Zeitung und verweist in diesem Zusammenhang auch auf das Lüftungskonzept inklusive CO2-Ampeln, die man schon länger in allen Klassenzimmern eingeführt habe.

Zurück zum Abiturstart: Die Handys sind ausgeschaltet und liegen bei den Aufsicht führenden Lehrern. Auch sämtliche Taschen sind weggeräumt. Nur erlaubte Hilfsmittel wie Kugelschreiber und die amtlichen Unterlagen liegen vor den 36 mehr oder weniger aufgeregten Prüflingen auf den Tischen – wie in Triberg üblich, ein überschaubarer Jahrgang.

Man spürt eine gewisse Anspannung, die Abiturienten lesen die zur Auswahl stehenden Aufgaben hochkonzentriert durch – bis 14.45 Uhr haben sie Zeit, eine davon zu bearbeiten.

"In diesen durchaus langen Stunden ist selbst der Gang zur Toilette streng reglementiert und nur im Wechsel mit den anderen Prüfungsräumen möglich", erläutert Kiefer. Das sei anders nicht machbar, da sich die Schüler außerhalb der Prüfungsräume nicht begegnen dürfen. Daher dürfe auch nicht vor 14.15 Uhr abgegeben werden.

Literari­sche Themen als Pflichtlektüre

Da die literari­schen Themen im Unterricht als Pflichtlektüre vorbe­reitet wurden, würden diese von den Schülern bevorzugt bearbeitet. Die freien Themen und Erörterung seien davon nicht berührt. "Daher stellten sie ganz eigene Anforderungen an die Kreativität sowie das Denk- und Urteilsvermögen", informiert Kiefer zu den beiden ergänzenden Themen.

Die Deutsch-Abi-Aufgaben sind in diesem Jahr eine vergleichende Interpretation der Pflichtlektüren "Steppenwolf" von Hermann Hesse und "Der goldenen Topf" von E.T.A. Hoffmann. Dazu sollen die Schüler vergleichend betrachten, inwiefern die Hauptfiguren ihr Leben selbst bestimmen können. Thema zwei ist die Interpretation eines Kurzprosatextes von Thomas Bernhard "Von einem Nachmittag in einer großen Stadt". Dieser muss interpretiert werden. Des Weiteren kann dieses Jahr auch das Verfassen eines Textes zum Thema "gendergerechte Sprache" gewählt werden, was ebenfalls kein leichtes Unterfangen ist.

Durchaus anspruchsvoll seien die Aufgaben dieses Jahr, doch "wer sich gut vorbereitet hat, sollte keine Probleme haben", stellt der Schulleiter mit einem Schmunzeln fest.

Prüfungen enden mit Mathematik

Das Abitur zieht sich noch bis in die übernächste Woche und endet mit den Prüfungen in Mathematik.

Im Juli stehen noch die mündlichen Prüfungen und die Kommunikationsprüfungen für die Schüler an. Erst kurz vor den Sommerferien werden dann die Zeugnisse ausgegeben.

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