Die Abiturienten des Profils Technik und Management mit (von rechts) Schulleiterin Ursula Wolf und Tutorin Verena Wernet. Foto: Reschke

Das Technische Gymnasium (TG) der Heinrich-Schickhardt-Schule verabschiedete 48 Abiturienten. Neun Abiturienten erreichten einen Durchschnitt bis 1,9.

Schulleiterin Ursula Wolf, die zur Abiturfeier in der Schwarzwaldhalle in Baiersbronn willkommen hieß, gab – da sie zum ersten Mal in ihrer Laufbahn die Abiturienten nicht in Chemie unterrichtet hatte – eine kleine Lehrstunde mit chemischem Hintergrund, um den Unterschied von Wissen und Können zu unterstreichen.

„Flambierter“ Geldschein

Wie die Schule weiter berichtet, „flambierte“ Wolf einen in ein Wasser-Alkoholgemisch getauchten 50-Euro-Schein, ohne ihn zu verbrennen. Das Geheimnis: Der Wasseranteil schützt den Schein, der Alkohol brennt mit niedriger Temperatur, und der Schein überlebt die Prozedur unbeschadet. Die Schüler hätten nun auch, jeder auf seine Weise, Wissen erworben und Herausforderungen gemeistert. Nun sei es an der Zeit, das Wissen anzuwenden. Am TG seien sie jedenfalls sowohl technisch als auch menschlich bestens ausgebildet worden, um sowohl Erfolg im Beruf als auch im Leben zu haben. Außerdem hätten sie die Fähigkeit erworben, Dinge kritisch zu hinterfragen und sich selbst ein Bild von der Welt zu machen, so Wolf.

Die Abiturienten des Profils IT mit Tutor Matthias Schilling (rechts). Foto: Reschke

Maike Haug, Amtsleiterin für Finanzen und Schulen am Landratsamt, die den verhinderten Landrat Klaus Michael Rückert vertrat und dessen Grüße überbrachte, gratulierte den Abiturienten und wies die Absolventen auf die zahlreichen attraktiven Ausbildungs- und auch Studienmöglichkeiten im Kreis hin. Sie übergab auch den Preis des Landrats, einen HGV-Gutschein, an Anton Maximilian König, der nicht nur einen Durchschnitt von 1,0, sondern auch 882 von 900 möglichen Punkten erzielt hatte.

Die Abiturienten des Profils Mechatronik mit Tutorin Dagmar Reschke (rechts). Foto: Zamzov

Die Abteilungsleiterin des Technischen Gymnasiums, Verena Wernet, lobte den aktuellen Abiturjahrgang. Bei den 48 Abiturienten mit Gesamtdurchschnitt 2,4 seien viele sehr gute Leistungen sowie Sonderpreise, Schulpreise und Belobigungen vertreten. Im Profil Mechatronik war die Durchschnittsnote 2,6, im Profil IT 2,2 und im Profil Technik und Management 2,3. Wernet dankte den Schülern für ihren Fleiß, den Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder und dem Oberstufenteam Anna Gurrath, Hellena Lentz und Matthias Züfle für dessen engagierten Einsatz. Als Geschenk der Schule an die Schüler gab es Flaschenöffner, angefertigt in der Schreinerei der HSS. Der Flaschenöffner sei ein nützlicher Einrichtungsgegenstand für die erste eigene Wohnung und ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Mit dem Hermann Hesse Zitat „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“ ermunterte Wernet ihre Schützlinge, sich auf ihren neuen Lebensabschnitt zu freuen und die Herausforderungen anzunehmen.

Rückblick auf Schulzeit

Im Anschluss wurden die Zeugnisse durch das Oberstufenteam, vertreten durch Anna Gurrath, Hellena Lentz und Matthias Züfle, sowie die Tutoren Matthias Schilling (Profil IT), Dagmar Reschke (Profil Mechatronik) und Verena Wernet (Profil Technik und Management) übergeben.

Als Vertreter des Abiturjahrgangs resümierten Marvin Andres, Johann Kauling und Simon Pulja auf amüsante Art die gemeinsame Schulzeit. Ihr besonderer Dank ging an Eltern und Lehrkräfte für die Unterstützung auf dem Weg zum Abitur. Professionell moderiert wurde die Veranstaltung von den Abiturientinnen Marie Gersonde und Julia Hahn. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen der Big Band des Beruflichen Schulzentrums unter Leitung von Alfred Ade. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Abschiedsfeier fand der Abiball in der Schwarzwaldhalle statt, wo bis in den späten Abend gefeiert wurde.

Die Abiturienten und Preisträger

Abiturienten
Malte Ade, Marvin Andres, Talha Ayaz, Bastian Lysannias, Moritz Benz, Yannik Blocher, Niklas Brenner, Adrian Czerw, Jonas Ehreiser, Elias Friese, Moritz Gaiser, Öztürk Göker, Marie Gersonde, Marius Gläser, Erblin Guniqi, Julia Hahn, Tim Luca Haist, Denis Hebert, Eric Heinzelmann, Thomas Held, Johann Kauling, Paul Klemm, Nikolas Kohler, Anton König, Fabian Kostow, Lars Kugler, Mika Aaron Kurz, Felix Liehner, Malte Lindner, Jan Mainka, Marcel Melber, David Nestle, Kilian Osswald, Yannick Potschien, Simon Pulja, Jan Ruggaber, Eric Ruoß, Leon Sak, Markus Schittenhelm, Peter Schmid, Pascal Schuler, Florian Sengstock, Fabrice Steinwand, Michael Stelle, Leonhard Weiß, Paul Winter, Yannik Ziegler und Christoph Zinser.

Preise
Der Sparkassenpreis für besondere Leistungen in Fremdsprachen wurde Marcel Melber verliehen. Er bekam zudem den Preis des Elternbeirats für das zweitbeste Abitur mit Schnitt 1,1, den Technologiepreis für Technik und Management sowie einen Physikpreis. Da Jan Ruggaber ebenfalls für den Sprachpreis qualifiziert war, aber den Preis bereits an der Realschule erhalten hatte und ihn nach den Regularien der Kreissparkasse kein zweites Mal erhalten durfte, wurde ihm ein schulinterner Sprachpreis übergeben. Er erhielt zudem den Preis für Geschichte und Gemeinschaftskunde. Anton König bekam den Technologiepreis für Informationstechnik, den Mathematikpreis und einen Physikpreis. Julia Hahn erhielt den Preis des Fördervereins der Heinrich-Schickhardt-Schule für das drittbeste Abitur mit einem Schnitt von 1,1 sowie den Scheffelpreis für Deutsch. Jonas Ehreiser wurde der Technologiepreis für Mechatronik übergeben. An Nikolas Kohler ging der Chemiepreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Denis Hebert erhielt die Maul-Medaille für Sport. Fabian Kostow erhielt ebenfalls einen Physikpreis, Elias Friese bekam den Paul-Schempp-Preis der Evangelischen Landeskirche, und an Kilian Osswald ging der Musikpreis.