Jonas Müllhäuser vor seinen Zeugnissen und Preisen. Er ist sogar Jahrgangsbester und für den Preis des Oberbürgermeisters gemeldet. Foto: Mühlhäuser

Klausuren, Lernen und Druck: Für viele ist das Abitur eine stressige Zeit. Wie man aber trotzdem die Traumnote 1,0 im Abi erreichen kann, verraten vier Schüler, denen das gelungen ist.

VS-Villingen - So manch einer denkt mit Schrecken an es zurück, ein anderer schwelgt in Gedanken daran in schönen Erinnerungen: das Abitur. Ein großer Erfolg war dieses jedenfalls für Jonas Müllhäuser und Sara Faller vom Hoptbühl-Gymnasium, Adina Hauser und Katharina Kleijn, beide vom Gymnasium St. Ursula. Die vier haben im Abitur die Abschlussnote 1,0 erreicht. Eine echte Traumnote, oder? Im Gespräch mit unserer Redaktion verraten sie, wie sie das geschafft haben und was nun auf sie wartet.

 

Stetig am Lernstoff dranbleiben, das war Jonas Müllhäusers Motto. "Ich habe einfach jeden Tag ein bisschen was gelernt. Im Unterricht viel zum Geschehen beizutragen und aufzupassen, hat mir außerdem sehr geholfen", erzählt der ehemalige Schüler des Hoptbühl-Gymnasiums. Eine weitere Sache, die ihm zugute kam: Sein Talent für die naturwissenschaftlichen Fächer, besonders Physik und Mathe haben es ihm angetan. In Englisch und Deutsch hingegen sei er immer schwächer unterwegs gewesen.

"An sich habe ich mir das gar nicht zum Ziel gesetzt, ein 1,0-Abitur zu schreiben", gibt Sara Faller zu, die ebenfalls am Gymnasium am Hoptbühl zur Schule gegangen ist. Sie habe immer mündlich mitgearbeitet und sich Zusammenfassungen für die einzelnen Fächer geschrieben. Das eigentliche Geheimnis für die Traumnote sei allerdings, einen Ausgleich zum Schulalltag zu schaffen, auch wenn es manchmal sportlich sei, alles unter einen Hut zu bekommen. Für Faller ist der Ausgleich der Reitstall und die Arbeit in der Landjugend in Brigachtal.

Perfektion ist nicht alles

Für Adina Hauser von der St. Ursula-Schule war das Lernen oft mit einem Schweinehund verbunden. Doch diesen galt es zu überwinden: "Für ein 1,0 im Abitur muss man von Anfang an dabei bleiben und auch dann lernen, wenn man mal keine Lust hat", gibt die Abiturientin Tipps. Gleichzeitig sollte man aber auch Misserfolge nicht zu schwer nehmen und sich nicht überfordern: "Man muss nicht überall perfekt sein", so Hauser.

Eine Klausurstrategie und eine gesunde Life-Balance seien der Schlüssel, gibt Katharina Kleijn zu bedenken. "Ich habe während des ganzen Abitur-Prozesses stark auf meine psychische und physische Gesundheit geachtet", so die noch 17-jährige. "Ich habe nie Nachtschichten eingelegt, immer genug geschlafen, die Lernsachen abends einfach weggelegt, habe mich regelmäßig mit Freunden getroffen, bin schwimmen und tanzen gegangen."

Wie sie das alles zusätzlich zum vielen Lernen geschafft hat? "Mit Disziplin und einer guten Struktur", grinst sie.

Hinaus in die weite Welt

Trotzdem war auch für die vier die Schule nicht immer ein Ponyhof: "Wenn man vor einer großen Hausarbeit stand, sieht man erstmal nur einen Berg an Arbeit. Das war schon eine Herausforderung", sagt Müllhäuser.

Für den 18-jährigen geht es jetzt erstmal in die USA. Dort will er auf einer Highschool nahe Cincinnati in Ohio sein Englisch aufbessern. Danach möchte er etwas Richtung Jura studieren. Faller beginnt ein duales Studium in Stuttgart im Studiengang RSW-Accounting & Controlling – dabei geht es um Rechnungswesen, Steuern und Wirtschaftsrecht. Bereits in der Schule konnte sie sich für Mathe und Wirtschaft begeistern.

Katharina Kleijn verschlägt es für ein FSJ in einem christlichen Zentrum nach Berlin, danach will sie entweder Theologie, Lehramt oder Psychologie studieren. "Ich kann es schon kaum erwarten mich außerhalb der Schule kennenzulernen", freut sich Kleijn. Adina Hauser fängt bereits im Oktober mit ihrem Studium an: Molekulare Biologie.

Den Schulalltag werden die vier in guter Erinnerung behalten. "Trotz allem Stress gab es immer Zeit für Spaß im Unterricht", so Müllhäuser. Besonders an der Schule vermissen werde sie die Zeit mit Schülern und Lehrpersonen, sagt Hauser. "Das gemeinsame Lachen wird mir schon fehlen", ist auch Kleijn traurig.

Info: Weitere Topnoten

Außer Müllhäuser, Faller, Hauser und Kleijn haben an den allgemeinbildenden Gymnasien aus Villingen auch Lea Haller vom Gymnasium am Hoptbühl und Nora Schalkers, Elias Wenzler und Alexander Zerba vom Gymnasium am Romäusring die Note 1,0 im Abitur erreicht.