14 Abiturienten haben die Prüfungen bestanden. Sie wurden von der Freien Waldorfschule mit einem Festakt verabschiedet. Die beste Schülerin erzielte den Notendurchschnitt von 1,4.
Rund 400 Kinder lernen an der Freien Waldorfschule Balingen. Die ältesten haben jetzt ihr Abitur geschafft.
Am Schulcampus in Frommen sind mehr als 90 Mitarbeiter i der Kinderkrippe, dem Kindergarten, in Schule, Hort, Mensa und in der Verwaltung und Vorstandschaft beschäftigt. Die Freie Waldorfschule wurde 1986 von Eltern eröffnet. Damals unterrichteten acht Lehrer in vier Klassen.
Abiturienten werden gewürdigt
Die Waldorfpädagogik versteht sich als weltweite, kulturübergreifende und autonome pädagogische Bewegung. Die staatlichen Abschlussprüfungen müssen die Absolventen an öffentlichen Schulen machen.
In diesem Schuljahr mit Erfolg: die Verabschiedung der Abiturienten an der Waldorfschule ist gut über die Bühne gegangen. In einer feierlichen Abschlussfeier vor Schülern, Eltern und Lehrern wurden die Abiturienten im Festsaal der Waldorfschule gewürdigt.
Alle Prüflinge haben bestanden
Alle 14 Prüflinge haben mit einem Notendurchschnitt von 2,4 bestanden und bekamen von der Abiturbeauftragten Natalia Aculova ihre Abschlusszeugnisse und einen Büchergutschein überreicht. Emma Haak erreichte mit einem Notendurchschnitt von 1,4 die beste Leistung. Sie erhielt auch den Scheffel-Preis als Anerkennung ihrer hervorragenden Kompetenzen im Fach Deutsch.
Klassenbetreuer Holger Grebe erinnerte in seiner Rede an die Besonderheiten der „Ad-hoc-Prüfung“ an der Waldorfschule – ein Prüfungsverfahren, das keine Ansammlung von Punkten kennt. 85 Prozent der Abschlussnote resultieren aus den schriftlichen und mündlichen Leistungen, die an den Prüfungstagen erbracht werden.
Abirede von Luna Sauter und Emma Haak
Grebe in seiner Rede: „Man könnte sagen: höhere Hürde, mehr Anspannung vorher, mehr Entspannung danach, aber vielleicht auch mehr das Gefühl: Ich gehe durch ein Nadelöhr.“ Er rief auch das Anliegen der Waldorfpädagogik ins Bewusstsein. Kinder und Jugendliche sollen ermutigt werden, die schöpferischen Kräfte des eigenen Ich zu entwickeln. Dazu gehörten die Fähigkeit zu staunen, die richtigen Fragen zu stellen oder Vertrauen in das eigene Denken zu entwickeln.
Luna Sauter und Emma Haak warfen in ihrer Abiturrede einen Blick zurück auf ihre Waldorfschulzeit und würdigten vor allem die vielen Projekte und Fahrten – etwa die Bühnenerfahrungen in Klasse 12 mit der Inszenierung von Brechts Dreigroschenoper oder die Kanu-Fahrt auf dem Ognon in Klasse 8. Die Abiturprüfung haben bestanden Bela Barthelmes, Benjamin Binder, Talina Eichenbrenner, Benjamin Faigle, Roman Fazekas, Emma Haak, Hannah Just, Lea Karl, Jolanda Kochmann, Marc-André Ruf, Luna Sauter, Marlene Schmidle, Johanna Schnabel und Jule Stauß.