Feiernde beim Elements-Festival Foto: Engelhardt

Nach der erneuten Absage des Elements-Festivals rumort es hinter den Kulissen. Ein Beteiligter spricht von nicht gezahlten Entschädigungen. Das sagt der Veranstalter.

„Das Elements ist abgesagt.“ Diese Nachricht schlug vergangene Woche ein wie eine Bombe. Die Fans zeigten sich in den sozialen Medien enttäuscht, Gerüchte machten die Runde. Über seinen Anwalt ließ der Veranstalter – die TMT Produktions GmbH mit Sitz in Vechta in Niedersachsen – mitteilen, dass vor allem Preissteigerungen der Grund für die Absage seien.

 

Weiter hieß es in dem Statement von Rechtsanwalt Maximilian Degenhardt: „Aufgrund interner Umstände ist es uns nicht möglich zum jetzigen Zeitpunkt mehr ins Detail zu gehen, es ist uns jedoch wichtig zu betonen, dass auch uns die Absage schwer trifft.“ Die Rückerstattung der Tickets laufe nach den vertraglichen Regelungen und Prozeduren ab, teilte die Kanzlei auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Erst am Donnerstag von Absage erfahren

Nun meldete sich ein Beteiligter, den die Absage kalt erwischt hat und der anonym bleiben will (der Name ist unserer Redaktion bekannt). Er habe, das sagt er gegenüber unserer Redaktion, erst am Donnerstag vorige Woche von der Absage erfahren. Was sagt der Veranstalter dazu?

Anwalt Degenhardt schreibt: „Die Absage des Festivals ist für alle beteiligten Partner ungut. Auch für uns als Veranstalter sind mit der Absage negative Konsequenzen verbunden und die Geschäftsführung hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Und weiter: „Auch wir als Veranstalter haben erst am Donnerstag vergangene Woche den Entschluss zur Absage getroffen und diesen Beschluss dann unmittelbar und ohne Zögern oder Abwarten an die Partner kommuniziert. Es gab keinen Informationsvorsprung auf irgendeiner Seite der Beteiligten.“

Das Statement des Anwalts

Beim wegen des schlechten Wetters 2024 abgesagten Elements hätte der Veranstalter an die Beteiligten keine Entschädigungen ausbezahlt, obwohl es eine Versicherung gegeben habe – das ist ein weiterer Vorwurf aus den Reihen der Beteiligten. Degenhardt dazu: „Diesen Vorwurf können wir nicht stehen lassen, denn er ist falsch. Wir sind unseren vertraglichen Pflichten allesamt nachgekommen.“

Keine zivilrechtlichen Auseinandersetzungen

Alle Partner und Zulieferer, die beim Veranstalter vertragliche Ansprüche angemeldet hätten, hätten 2024 und 2025 ihr Geld bekommen, alle Forderungen seien beglichen worden. „Es gibt im Zusammenhang mit dem Elements Festival 2024 zudem auch keine laufenden zivilrechtlichen Auseinandersetzungen um Forderungen jedweder Art. Der Grund ist einfach: Der Veranstalter kam und kommt seinen Verpflichtungen nach“, heißt es in dem Schreiben.