Über aktuelle Projekte des Naturparks sprechen Klaus Mack (links) und Karl-Heinz Dunker. Foto: Büro Mack

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack sieht für Naturparke eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack sprach mit Karl-Heinz Dunker, Geschäftsführer des Naturparks Mitte/Nord, über Ökologie im Einklang mit regionaler Entwicklung und Klimaprojekten im Schwarzwald. Davon berichtet Macks Büro in einer Pressemitteilung.

 

„Wenn wir die Herausforderungen der Klimakrise und des Artenrückgangs ernst nehmen, müssen wir Orte wie Naturparke gezielter in unsere Strategien und politischen Prozesse einbeziehen“, sagte Mack. Er setze sich dafür ein, Naturparke stärker in die nationale Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur einzubinden.

Beitrag zu Klimaschutz

Als Berichterstatter seiner Fraktion für Großschutzgebiete verwies Mack im Gespräch mit Karl-Heinz Dunker nicht nur auf die heimische Einrichtung, die seit 25 Jahren besteht und deren ehrenamtlicher Vorsitzender er lange Jahre war. „In Deutschland gibt es 104 Naturparke, die fast ein Drittel der Landesfläche abdecken und mit Projekten in Naturschutz, Umweltbildung und Tourismus einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten“, so Mack.

EU-Verordnung verpflichtet

Die EU-Verordnung verpflichtet die Mitgliedstaaten, bis 2030 auf mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresflächen Wiederherstellungsmaßnahmen zu starten und bis 2050 alle geschädigten Ökosysteme in einen guten Zustand zu bringen. Dafür sind nationale Strategiepläne nötig. „Naturparke sind dafür ideale Partner, weil sie konkrete Projekte vor Ort umsetzen und eng mit Kommunen, Tourismusverbänden und weiteren Akteuren zusammenarbeiten. Vieles entsteht dort bereits aus eigener Initiative“, sagt Mack.

Mehr als Erholungsgebiete

Naturparke seien weit mehr als Erholungsgebiete, ergänzt Dunker: „Sie sind zentral für den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen und fördern zugleich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, weil sie immer auch den Menschen im Blick haben.“

Aktuell neu beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord sind die Klimabildungsprojekte vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter mit speziellen Kochkursen, Escape Games oder Wandelpfaden. „Mit 2000 Kindern bei rund 100 Veranstaltungen bislang sind wir sehr zufrieden“, sagt Dunker.

Gut gestartet sei auch das Humusprojekt, das Landwirte seit 2022 unterstützt, durch schonende Bodenbearbeitung und vielfältige Fruchtfolgen Humus im Boden aufzubauen. Dies verbessert die Wasserspeicherfähigkeit, steigert die Trockenresilienz, bindet Kohlenstoff und fördert gesunde Böden. Geplant ist eine Modellregion mit zehn Höfen im Kinzigtal; die Bewerbungsphase läuft. „Es ist kein Allheilmittel gegen Trockenheit und Hochwasserschäden, aber ein vielversprechender Weg“, so Dunker.

Agroforst in Seewald

Ein weiteres Projekt in diese Richtung ist Agroforst, das auf 17 Höfen, darunter in Seewald, umgesetzt wird. Die Kombination von Bäumen und Sträuchern im Ackerbau stärkt die Klimaresilienz, fördert die Biodiversität und schützt Böden.