„Vom Ländle bis zum Mond muss unser Ziel sein“, fordert Landtagsabgeordnete Katrin Schindele. „Dann schicken wir gleich unsere Schwarzwald Marie mit.“
Katrin Schindele, CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Freudenstadt und Luft- und Raumfahrtpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, betonte kürzlich bei einer Debatte im Landtag: „Um die technologische Souveränität in der Luft- und Raumfahrt in Baden Württemberg erhalten zu können, müssen unsere Unternehmen im globalen Wettbewerb um das Weltall nicht nur gesichert werden, sondern sie müssen mit vorne dabei sein. Schließlich hängen von dieser Souveränität auch wichtige Arbeitsplätze, gerade auch im mittelständischen Bereich ab.“ Deshalb begrüße sie die Beschlüsse der ESA-Ministerkonferenz in Bremen.
Sie führte weiter aus, das die Europäische Raumfahrtagentur mit 22,1 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre über den größten Etat ihrer Geschichte verfüge. Deutschland spiele als größter Beitragszahler mit 5,4 Milliarden Euro eine Schlüsselrolle und übernehme Verantwortung. Baden-Württemberg trage durch seine starke Industrie, exzellente Forschung und hohe Innovationskraft diese Verantwortung mit.
Es sei nun die Chance gekommen, dass durch die Programme für Trägersysteme, Erdbeobachtung, Navigation, Exploration und technologische Entwicklung, die Stärke der Forschung und Entwicklung im Land auch großzügige Mittel nach Baden-Württemberg fließen.
Eigenständige Mondexpedition als Ziel der ESA
Im Programm der ESA wurde auch beschlossen, eine eigenständige Mondexpedition umzusetzen. Ausgestattet mit einer kleinen Schwarzwald Marie fragte die Landtagsabgeordnete in die Runde. „Warum sollen wir nicht von einem ersten baden-württembergischen Mondfahrer namens Alexander Gerst träumen? Vom Ländle bis zum Mond muss unser Ziel sein. Dann schicken wir gleich unsere Schwarzwald Marie mit, dann trifft Tradition auf HighTech, in beidem sind wir enorm stark.“
Luft- und Raumfahrt sei schon lange kein „Nice to have“ mehr, es sei ein strategischer Industriezweig für Sicherheit, Innovation, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke, so Schindele weiter.
CITE in Empfingen „zukunftsweisende Einrichtung“
Auch die zuständige Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut führte aus, dass Raumfahrt schon lange ein Wirtschaftsfaktor darstelle und wies ausdrücklich darauf hin, dass mit CITE in Empfingen, im Land und richtungsweisend für die EU, ein Reallabor entstehe, um Flugkörper zu testen, eine zukunftsweisende Einrichtung.