Katrin Schindele (Zweite von links) mit Michael Beilharz (links), Gesamtkommandant Martin Frey (Zweiter von rechts) und Abteilungskommandant Benjamin Teufel von der mobilen Brandübungsanlage. Foto: Büro Schindele

Mächtig heiß wurde es der Landtagsabgeordneten Katrin Schindele, als sie in den Brandcontainer bei der Feuerwehr in Baiersbronn stieg.

Mächtig heiß wurde es der Landtagsabgeordneten Katrin Schindele, als sie in den Brandcontainer bei der Feuerwehr in Baiersbronn stieg.

Baiersbronn. Was die Feuerwehrleute im Ernstfall leisten müssen, konnte Schindele hautnah erfahren. Zusammen mit dem Gesamtkommandanten der Feuerwehr Baiersbronn, Martin Frey, ging es in die mobile Brandübungsanlage der EnBW.

Ungefähr eine Woche hatten die Feuerwehren Baiersbronn und die umliegenden Wehren die Möglichkeit im Brandcontainer Technik und Vorgehensweise im Brandfall zu trainieren. Für einige Tage stand der Trainingscontainer auf dem Gelände der Feuerwehr Baiersbronn. Voraussetzung für die Teilnahme an den Übungen im Brandcontainer ist eine sogenannte G26-Vorsorge, eine Tauglichkeitsuntersuchung für Atemschutzgeräte.

Fitness notwendig

"Da braucht man schon körperliche Fitness. Ich habe den größten Respekt vor den Leistungen der Feuerwehrleute", sagte Katrin Schindele nach ihrem Rundgang durch den Container. Jeder Euro der in die Ausrüstung und die Feuerwehr investiert werde, sei gut angelegtes Geld, so die Landtagsabgeordnete. In dem blauen Stahlcontainer können im Inneren Temperaturen von bis zu 700 Grad erzeugt werden. In Form von Gasfeuern werden im 2,50 mal sieben Meter großen Innenraum verschiedene Brände simuliert.

Immer wieder tritt während der Übung dichter Qualm aus und lässt die Herausforderung erahnen. Rund sieben bis zehn Minuten dauert ein Rundgang in kompletter Schutzausrüstung und Atemgerät, so dass mit einem zusätzlichen Gewicht von rund fünfzig Kilogramm schon der Einstieg über die Leiter zur Herausforderung wird.

"Ich konnte mich kaum bewegen, es war heiß und ich habe kaum etwas gesehen. Wenn ich mir vorstelle, dass es brennt und es keinen Notausgang gibt, ist das schon respekteinflößend", betonte Schindele. In einem angrenzenden Überwachungsraum mit Kamera, werden alle Aktionen der Männer beobachtet und anhand der Verhaltenskontrolle Fehler besprochen.

Alles wird überwacht

Rund 130 Feuerwehrangehörige aus Freudenstadt und Baiersbronn nehmen in diesem Jahr die Möglichkeit wahr und nutzen den Trainingscontainer. "Jeder, der so eine Übung mal mitgemacht hat kann sich vorstellen, wie es im konkreten Brandfall aussehen könnte und weiß was die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute leisten", sagte Katrin Schindele beeindruckt.

Rund 20 Minuten dauert die gesamte Übung. Dabei muss zunächst ein Parcours, der in diesem Jahr einen Brand im Tunnel simuliert, überwunden werden, dann geht es über die Leiter in den Container. Michael Beilharz der zuständige Atemschutzbeauftragte der Gesamtfeuerwehr Baiersbronn war rund zwei Wochen mit den Vorbereitungen und den Übungen beschäftigt. "Wir wurden in den neuen Container eingewiesen, dann sind wir immer dabei, wenn die Kameraden im Inneren sind und überwachen die gesamte Übung", so Beilharz.

Am Ende eine Urkunde

Am Ende gab es noch eine Urkunde für Katrin Schindele für ihre Teilnahme an der Übung. "Das war schon eine Erfahrung die ich so schnell nicht vergesse", sagt sie.