In einer Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf Steinen wird Verantwortung eingefordert.
In der Stellungnahme der Gemeinderatsfraktion zum Haushaltsentwurf heißt es: „Unsere Gemeinde steht finanziell unter massivem Druck. Gleichzeitig müssen wir gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben wie die Grundschulbetreuung erfüllen. Weitere Kürzungen lösen das Problem nicht, sondern verschärfen es.“
Weiter heißt es: „Die Ablehnung des Haushaltsentwurfs durch zwei Fraktionen hat konkrete Folgen: Wichtige Projekte bleiben liegen. Die Sanierung des Freibads, die Weiterentwicklung der Kindergärten und die Erschließung von Gewerbegebieten verzögern sich weiter. Auch die Verwaltung wird ausgebremst.“
„Uns wurde vom Landratsamt ein Haushaltsstrukturkonzept für 2027 auferlegt. Damit hätten wir ab Mai wieder handlungsfähig sein können. Stattdessen beginnt nun alles von vorn. Nach erneuten Beratungen muss der Haushalt nochmals geprüft werden. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und weitere Verzögerungen für alle Beteiligten.“ Besonders schwer wiege: Der Haushalt war bereits im Gemeinderat beschlossen, schreibt die Gemeinschaft. Die Ablehnung sei ein politisches Signal, das Vertrauen in Entscheidungen beschädige. „Unterschiedliche Meinungen sind richtig und wichtig. Aber wer einen Haushalt ablehnt, trägt Verantwortung für die Folgen – und die treffen nicht die Politik, sondern die Menschen vor Ort.“
Abschließend heißt es: „Wir haben dem Haushalt zugestimmt, um Handlungsfähigkeit zu sichern und unsere Gemeinde voranzubringen. Jetzt braucht es keine weiteren Blockaden, sondern Entscheidungen.“