Oliver Dewes trainiert den SVR nur noch in der Rückrunde. Sein Nachfolger wird gesucht. Foto: Künstle

Vor den Toren des Europa-Parks läuft die Suche nach einem neuen Trainer. Oliver Dewes wird nach der Saison aufhören. In der Rückrunde soll die Defensive stabiler werden.

Eine Ära war es nicht, die Oliver Dewes beim SV Rust geprägt hat. Der ehemalige Trainer des SC Lahr, der anschließend auch schon für den FSV Seelbach in der Landesliga an der Linie stand, hatte dem SV Rust im Februar 2024 sein Ja-Wort für den Sommer gegeben und dann schon im April des Vorjahres vorzeitig den Trainerposten übernommen. Nun wird diese Sport-Ehe im kommenden Sommer aber schon wieder geschieden.

 

Vereinsvorstand und Trainer können sich auch danach noch in die Augen sehen. Die Beziehung bleibt intakt, betont Dewes im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zum Vorstand. Daher gibt es auch kein böses Blut, weil ich im Sommer gehe.“

Der SV Rust habe dem Coach die Verlängerung seines Vertrages angeboten, doch Dewes lehnte ab. „Es ist meine Entscheidung, zur neuen Saison eine andere Herausforderung zu suchen“, betont der erfahrene Trainer. Der Grund für die Trennung seien unterschiedliche Meinungen über die Ausrichtung des Vereins für die Zukunft. „Diese ist für mich nicht zukunftsweisend“, betont Dewes, ohne dabei in die Details zu gehen.

Frage nach der Zukunft ist wohl bald beantwortet

Die Frage, wo er in der kommenden Saison seine neue Herausforderung findet, ist noch nicht beantwortet. Doch eine Entscheidung steht zeitnah an. „Die Gespräche sind weit fortgeschritten“, informiert Dewes, stellt aber auch klar, dass sein zukünftiger Verein für die Rückrunde keine Rolle spielt. „Ich habe noch gut die Worte von Frank Müller im Ohr, als 2022 beim SC Lahr klar war, dass der Verein im Sommer mit einem anderen Trainer weitermachen will. Er meinte zu mir, dass er erwartet, dass ich den Job trotz dieser Entscheidung genauso gewissenhaft mache wie die sieben Jahre zuvor. Genauso habe ich es auch gehandhabt und das wird in Rust nun nicht anders sein“, hebt der Noch-SVR-Trainer hervor.

In der Rückrunde gebe es, auch wenn der Zug zur Spitzengruppe der Bezirksliga längst abgefahren ist, noch Ziele. „Wir haben mit 47 Gegentoren die schlechteste Bilanz der Liga. Das muss dringend besser werden. Jeder muss sein Ego hinten anstellen, damit wir eine bessere Rückrunde als Vorrunde spielen und dann auseinandergehen“, fordert Dewes. „Dass beim Gegner auch mal jeder Schuss ein Treffer ist, kann passieren. Aber in der Häufigkeit darf das nicht sein.“

Dewes hätte im Winter nichts gegen weitere Neuzugänge. Mit Keeper Pascal Metzger vom FV Herbolzheim gibt es bereits einen neuen Namen zwischen den Pfosten der Ruster. „Wir sind mit dem Kader noch etwas auf Kante genäht. Wechsel im Winter sind aber nicht einfach zu realisieren“, weiß der Coach.

Bester Torjäger ist nicht mehr mit an Bord

Zwei Spieler werden beim SV Rust in der Rückrunde definitiv nicht mehr mitmachen. Maurizio Bitto hat sich dem FV Ettenheim angeschlossen und Dominik Sandor wechselt zum Freiburger FC. Der Abgang des Torjägers wird eine große Lücke hinterlassen: Sandor ist mit 14 Toren der treffsicherste Ruster der Saison und war der zweitbeste Torschütze der ganzen Liga nach 16 Spieltagen.

Ralf Arndt, Vorsitzender beim SVR, ist nun mit der Trainersuche beschäftigt. „Es ging für uns mit der Entscheidung von Oliver, woanders anzuheuern, nun schon schnell. Ich hoffe allerdings, in zwei bis drei Wochen einen Nachfolger gefunden zu haben“, so Arndt gegenüber unserer Redaktion.

Für die Ruster geht es am 16. März in der Liga mit dem Heimspiel gegen Altdorf weiter. In der Vorbereitung sind bislang vier Testspiele angesetzt. Das erste soll am 13. Februar beim FC Ottenheim starten.