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Abfallentsorgung in VS Viele Biomüll-Tonnen bleiben einfach stehen

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Fremdstoffe gehören nicht in den Biomüll. Foto: maerzkind – stock.adobe.com

Warum sich die Mitarbeiter der Abfallentsorger weigern, sie zu leeren und derzeit viele Biomüll-Tonnen in der Region einfach stehen bleiben, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Eigentlich standen die Biomülltonnen vieler Kreisbewohner am Straßenrand zur Abholung bereit. Das Müllauto kam auch planmäßig angefahren, aber: Die Biotonnen blieben nach einem kurzen Blick des Mitarbeiters des Entsorgungsdienstes in die Tonne stehen. Stattdessen wurde ein Zettel an die Tonne geklebt. Die Botschaft darauf ist eindeutig: Die Tonne wurde falsch befüllt. In den meisten Fällen ist das aus Unwissenheit passiert, aber fest steht: Auch sogenannte Biomüll-Folienbeutel, die als verrottbar gekennzeichnt sind, gehören nicht in die Biotonne.

Tonnen sollten regelmäßig gereinigt werden

Das Amt für Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass in der vergangenen Zeit erneut in hohem Maße die Verwendung von Plastikbeuteln, Einkaufstüten, Kunststofffolien und auch "kompostierbare" Biomüll-Folienbeutel für das Einfüllen von Biomüll in den Biomülltonnen registriert worden sind. Solche Fremdstoffe sind, ebenso wie Metall, Holz, Glas, Steine und Erdreich und ähnliches in den Biomülltonnen nicht zulässig und führen dazu, dass diese Tonnen beanstandet beziehungsweise nicht geleert werden.

Biomüll darf, wenn schon "verpackt", nur in entsprechenden Haushaltsbeuteln aus Papier oder in Zeitungspapier eingeschlagen in die Biomülltonne eingefüllt werden. Zur Vermeidung von Kondenswasser und Anfrieren des Inhalts bei niedrigen Temperaturen wird empfohlen, den Biomüll ausreichend abtropfen zu lassen und möglichst trocken einzufüllen. Ferner sollten die Biomüllbehälter von innen regelmäßig gereinigt und getrocknet werden, bevor neue Abfälle eingefüllt werden.

"Kompostierbare", handelsübliche Biomüllbeutel aus gummiähnlichem Folienmaterial dürfen gleichfalls nicht verwendet werden, da der Biomüll des Landkreises eben nicht kompostiert wird, sondern in der Vergärungsanlage in Deißlingen in viel kürzerer Zeit verarbeitet wird. Somit müssen in den Verwertungsanlagen alle fälschlich verwendeten Folien und Folienbeutel vorab herausgelesen werden, damit es weder zu Anlagenstörungen, noch zu Qualitätseinbußen bei den hergestellten Komposten kommt.

Qualitätssiegel "biologisch abbaubar"

Das Qualitätssiegel "biologisch abbaubar" darf nach der entsprechenden Norm DIN EN 13432 bereits dann verwendet werden, wenn die Folien nach 90 Tagen bei rund 55 Grad zersetzt werden. Auf Grund der prozessgesteuerten Abbauvorgänge in der Vergärungsanlage reicht es aus, dass der Biomüll dort innerhalb von 20 Tagen bei durchschnittlich 40 Grad zu Biogas und Kompost umgewandelt wird. In dieser kurzen Zeit lässt sich keine Folienart vollständig zersetzen.

Das Abfallwirtschaftsamt bittet die Bürger daher, auch solche "kompostierbaren" Biomüll-Folienbeutel nicht zu verwenden; und ein kleiner Tipp am Rande: Restbestände könnten problemlos für den Restmüll aufgebraucht werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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