Der Kanderner Fasnachtsumzug mit 76 Formationen hatte wieder Tausende Zuschauer ins Städtli gelockt – wegen eines medizinischen Notfalls kam es zum Abbruch. Foto: Gudrun Gehr

Die betroffene Frau wurde laut Polizei „in stabilem Zustand“ in ein Krankenhaus gebracht. Bürgermeisterin Simone Penner räumt mit Gerüchten auf.

Ein medizinischer Notfall hatte dafür gesorgt, dass der große Fasnachtsumzug am Sonntag abgebrochen werden musste (wir berichteten).

 

Eine Person benötigte dringend medizinische Hilfe, weshalb auch ein DRK-Rettungsfahrzeug zum Einsatz kam. Wie Polizeisprecher Thomas Batzel auf Nachfrage bestätigt, handelte es sich um eine 46-jährige Frau, die als Zuschauerin vor Ort war.

Der Vorfall ereignete sich entlang der Umzugsstrecke auf der Hauptstraße, auf Höhe des Gebäudes mit der Hausnummer 27. Batzel berichtet am Redaktionstelefon, dass die Frau „zum Zeitpunkt der Einlieferung ins Krankenhaus stabil gewesen“ sei.

Viele Gerüchte im Umlauf

Bürgermeisterin Simone Penner ist es in diesem Zusammenhang wichtig, mit den „vielen Gerüchten“ aufzuräumen, die zu dem Vorfall bereits kursiert seien. Ein Gerücht, das ihr zu Ohren gekommen sei, sei beispielsweise, dass es ein Unfall gewesen und eine Person unter einen Umzugswagen gekommen sei.

Indes, die Bürgermeisterin zeigt sich am Redaktionstelefon erleichtert, dass alles relativ glimpflich abgelaufen und „sofort und besonnen reagiert“ worden sei. Dennoch werde der Vorfall intern noch einmal nachbearbeitet – auch mit Blick auf künftige Veranstaltungen, kündigt sie an.

Richtige Entscheidung

Die Entscheidung des Narrenrats, den Umzug abzubrechen, sei jedenfalls „der richtige Weg“ gewesen, unterstreicht Simone Penner, die selbst beim Umzug vor Ort war und sich auch mit der Umzugsleitung abgestimmt hatte. Sie verweist auf die Unruhe, die der stockende Umzug und auch der herbeigerufene Rettungswagen unter den Tausenden Besuchern verursacht habe.

Narrendorf geöffnet

Das Narrendorf sei hingegen wie gewohnt für Teilnehmer und Zuschauer geöffnet gewesen, „im Wissen, dass keine Lebensgefahr mehr bestand“.