Daimlers Car-sharingtochter Car2go soll Mitte des Jahres mit den Flinkster-Autos der Deutschen Bahn verknüpft werden. Foto: dpa

Der Autobauer Daimler macht bei Mietautos gemeinsame Sache mit der Deutschen Bahn. Kunden können künftig mit einer Anmeldung alle Angebote nutzen.

Stuttgart - Der Autobauer Daimler macht bei Mietautos gemeinsame Sache mit der Deutschen Bahn. Daimlers Car-sharingtochter Car2go soll Mitte des Jahres mit den Flinkster-Autos der Deutschen Bahn verknüpft werden, wie beide Unternehmen jetzt mitteilten. Car2go-Kunden können dann ohne gesonderte Anmeldung die Autos von Flinkster und die Mieträder der Deutschen Bahn buchen. Umgekehrt können Flinkster-Kunden Car2go-Wagen nutzen. Den Angaben zufolge entsteht so bundesweit ein nahezu flächendeckendes Netz an Carsharing-Angeboten mit mehr als 6600 Fahrzeugen.

In der Region Stuttgart ist Car2go neben der Landeshauptstadt auch in Esslingen, Sindelfingen, Böblingen und Gerlingen mit insgesamt rund 500 elektrisch betriebenen Smart am Start. Knapp 30.000 Kunden nutzen das Angebot. Einmal registriert, kann der Nutzer die in den Stadtgebieten geparkten Autos jederzeit fahren und an jedem beliebigen Parkplatz wieder abstellen. Car2go betreibt bereits 10.000 Leihautos an 25 Standorten weltweit. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche kündigte kürzlich an, mit Carsharingkonzepten bis zum Jahr 2020 bis zu einer Milliarde Euro Umsatz pro Jahr machen zu wollen. Er hält dabei eine Umsatzrendite von zehn Prozent für möglich.

Das Thema Carsharing wird für Autohersteller immer wichtiger, auch BMW (DriveNow) und VW (Quicar) zählen zu den Anbietern. Daimler baut seine Mobilitätsdienstleistungen derzeit über die Sparte Daimler Mobility Services aus – zuletzt durch den Einstieg bei dem Internet-Limousinenservice Blacklane, der über Internet oder Handy die Fahrdienste eines Chauffeurs vermittelt.

Den Taxifahrern in Deutschland dürfte der Autovermieter Sixt mit einem Ausbau seines Chauffeur-Dienstes Kunden wegschnappen: „Wir wollen in den Großstädten mehr als zehn Prozent vom Taximarkt“, kündigte der Geschäftsführer von My Driver, Carl Schuster, im „Handelsblatt“ an.