Weil zwei der drei Fachkräfte kündigten, wird die Betreuung in der Kita Regenbogen eingestellt. Foto: Decoux

Der Gemeinderat Kappel-Grafenhausen hat nun die vorübergehende Schließung beschlossen.

Jetzt ist es amtlich: Die von der Gemeinde getragene Kappeler Kindertagesstätte Regenbogen wird vorübergehend stillgelegt. Das beschloss der Gemeinderat Kappel-Grafenhausen am Montagabend. Notwendig geworden war die Schließung, weil direkt vor den Weihnachtsfeiertagen dort gleich zwei der drei angestellten pädagogischen Fachkräfte gekündigt hatten. Damit war die kleinste der drei Gemeinde-Kitas mit zehn Plätzen für Kinder unter drei Jahren vorhersehbar ab April nicht mehr arbeitsfähig (wir berichteten).

 

Erwartungsgemäß konnte in der kurzen Zeit bis dahin auch angesichts allgemeinen Fachkräftemangels kein personeller Ersatz gefunden werden. Fieberhaft war nach Interimslösungen gesucht worden. Doch jetzt blieb nur die vorläufige Schließung ab April übrig, weil diese rechtzeitig beantragt werden musste. Doch Hauptamtsleiterin Ulrike Conrad hatte Gemeinderat und Eltern am Montag einen Trost parat: Es sei gelungen, die Kinder von allen sieben betroffenen Familien nun künftig in anderen Einrichtungen unterzubringen, dabei alle bis auf eines in der Gemeinde selbst – und dies ohne zusätzliche Kosten für die Eltern. Unterdessen werde weiter nach neuen Kita-Fachkräften gesucht. Eine Reaktivierung der Kita wäre dann jederzeit möglich.

Allerdings hat jetzt der Gemeinderat auf Vorschlag von Hauptamtsleiterin Conrad neben der vorübergehenden Schließung einstimmig zusätzlich beschlossen, vor einer eventuellen Wiedereröffnung erst einmal ein ganzheitliches Konzept für die (mitsamt katholischer Kirchenträgerschaft) insgesamt vier kommunalen Einrichtungen abzuwarten. Das Konzept hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Dies und soll nun aktuell weiterentwickelt werden – mit bleibendem Blick auf den Bedarf der Eltern.