Foto: dpa

Entlang der A81 zwischen Böblingen und Gärtringen fallen zurzeit Bäume. So wird der sechsspurige Ausbau vorbereitet, der nächstes Jahr beginnen und zwei Jahre dauern soll.

Böblingen - Entlang der A81 zwischen Böblingen und Gärtringen fallen zurzeit Bäume. So wird der sechsspurige Ausbau vorbereitet, der nächstes Jahr beginnen soll.

29 Meter breit ist heute das Asphaltband, 36 Meter werden es einmal sein. "Die Rodungsarbeiten laufen auf beiden Seiten", sagt ein Sprecher des Regierungspräsidiums Stuttgart (RP) - entlang der gesamten Ausbaustrecke.

Diese ist knapp sieben Kilometer lang und befindet sich zwischen den Anschlussstellen Böblingen-Hulb und Gärtringen. Gearbeitet wird auch schon an einer Brücke bei Ehningen. Sie muss breiter werden. Und bis Ende Januar werden laut RP die Straßenbauarbeiten europaweit ausgeschrieben, damit es "im Spätsommer 2010", so der Sprecher, richtig losgehen kann.

Bauzeit auf zwei Jahre veranschlagt

44 Millionen Euro sind für diesen Abschnitt der Autobahn Stuttgart-Singen vorgesehen. Dazu noch drei Millionen für die Brücke. "Diese Kosten müssen eingehalten werden", sagte Karin Roth (SPD) vor einem halben Jahr zu Regierungspräsident Johannes Schmalzl (FDP). Das war beim offiziellen Baubeginn, beim Spatenstich am Lärmschutzwall bei der Brücke.

Damals war die Esslingerin noch Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium. Die Wahl im September brachte der SPD das Aus als Regierungspartei. Roth wurde zur einfachen Bundestagsabgeordneten und kann Schmalzl beim Scheitern an der Vorgabe jetzt kaum noch auf die Füße treten.

Für die Autofahrer, die heute im Berufsverkehr auf der A81 bald täglich im Stau stehen, sind die Kosten aber wohl zweitrangig. Sie hoffen, dass es nach dem Ausbau (je drei Spuren plus Standstreifen) deutlich besser läuft. Bis dahin wird ihre Geduld aber noch auf die Probe gestellt; vor allem in der mit zwei Jahren veranschlagten Bauzeit. Zwar sollen, so der RP-Sprecher, alle Spuren befahrbar sein, doch sie sind verengt, und es wird Tempolimits geben.

Nach Gärtringen führen heute zwei Fahrbahnen. Drei sind es nach Böblingen, weil in diese Richtung wegen des hohen Verkehrsaufkommens schon 2001 die Stand- zur Fahrspur umgewandelt wurde. Auf der Strecke sind täglich etwa 80.000 Fahrzeuge unterwegs. Mit dem Ausbau soll sie dann 100.000 verkraften können.

Ist diese Engstelle beseitigt, klemmt es aber weiter zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb. Dieser Abschnitt mit dem 850-Meter-Deckel wird gerade geplant. Die Baugenehmigung soll Mitte 2012 vorliegen.