Der TuS Ergenzingen (in Blau) ist trotz 9:0-Sieg gegen den SV Mitteltal/Obertal noch nicht Bezirksliga-Meister. Foto: Fritsch

Mit 9:0 gewann der TuS Ergenzingen gegen den SV Mitteltal/Obertal. Zu einem zweistelligen Sieg reichte es nicht – und auch nicht zum vorzeitigen Meistertitel.

Wer zu spät kommt, den bestraft nicht immer der Trainer, sondern manchmal auch die Muskulatur. So landete der Gültlinger Dominic Blum nach jeweils zwei Tagen Aufenthalt in Prag und Budapest zu spät in Stuttgart, durfte aber für seinen SVG in der Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald gegen die SF Gechingen (2:1) in der Startelf auflaufen, weil er Trainer Marcus Pflieger informiert hatte. „Er hat gut gespielt“, gab es sogar ein Zuckerle von seinem Gültlinger Abteilungsleiter Gunter Deuble. Blum musste dennoch vorzeitig von Krämpfen geplagt ausgewechselt werden.

 

Eine ganz andere Stimmungslage herrschte nach der Niederlage der SG Vöhringen gegen die SG Felldorf/Bierlingen (1:3) beim heimischen Trainer Denis Gonszcz: „Es ist traurig, dass wir mit der Punktzahl und nach den Leistungen absteigen müssen. Aber es ist nun einmal so.“ Die SG Vöhringen müsste nicht nur drei Punkte auf den VfR Sulz aufholen, sondern auch noch 16 Tore.

Nach 103 Toren für den SV Althengstett verabschiedete sich Ishak Bayrak mit einem verwandelten Strafstoß zum 3:1-Endstand gegen den SV Alpirsbach/Rötenbach in Richtung TSV Ehningen, bei dem er Spielertrainer bei der zweiten Mannschaft wird. Trainer Daniel Sajko wollte ihm einen entsprechenden Abschied bereiten und wechselte ihn kurz vor Schluss aus. Nur die Spielerbank war leer und so eilte Sajko rasch in die Kabine, zog sich noch einmal um und nahm den Platz von seinem langjährigen Weggefährten ein.

Chancen liegengelassen

Drei Tage zuvor den Bezirkspokalsieg erreicht, da hätte der TuS Ergenzingen gerne vor heimischen Publikum das Double gegen den SV Mitteltal/Obertal geholt. Mit dem 9:0-Erfolg hat der TuS seine Hausaufgaben gemacht. Aber auch Verfolger Spvgg Freudenstadt hat beim 5:2-Sieg gegen Grün-Weiß Ottenbronn seine Aufgaben erledigt. Nach dem 10:0-Erfolg gegen den SV Marschalkenzimmern wurde der zweite zweistellige Sieg verpasst. „Weil wir zu viele Chancen liegengelassen haben“, beantwortete TuS-Trainer Michael Sattler die Frage nach dem Warum. „Wir wollten schon noch den zehnten Treffer, aber es ist menschlich, wenn man bei einer so hohen Führung einen Gang herausnimmt“, nahm Sattler seine Burschen in Schutz und meinte: „Am Ende war ich sehr, sehr zufrieden.“Auch weil er bei einer so deutlichen Führung seine beiden Urgesteine Robin Hebold und Tobias Böhm Einsatzzeiten geben konnte. „Die beiden sind TuS-Legenden, die seit der Jugend beim TuS Ergenzingen gespielt haben“, freute sich der Coach mit seinen beiden Haudegen.