Bernhard Glück ist auch über die Grenzen von Dornhan hinaus bekannt. Foto: Glück

Der Dornhaner Architekt Bernhard Glück feiert am 18. August seinen 90. Geburtstag und schaut auf ein bewegtes Leben zurück.

Bernhard Glück war stets Architekt mit Leib und Seele. Heute feiert er seinen 90. Geburtstag.

Für seinen Beruf war ihm als junger Mann kein Weg zu schwer. Zeichnen und Konstruieren faszinierten ihn. Er erlernte das Zimmererhandwerk als Grundlage.

Nach einem Praktikum in einem Architekturbüro in Freudenstadt, wo er am Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Stadt mitwirkte, war seine Entscheidung endgültig gefallen.

Verlust auf dem Volksfest

Mit nur 20 Jahren zog er nach Stuttgart und arbeitete dort weiter in Architekturbüros. Parallel besuchte er das Abendgymnasium und erhielt so die angestrebte Zulassung zur Staatsbauschule, die er 1961 erfolgreich abschloss.

An ein Ereignis während seiner Stuttgarter Zeit erinnert sich der Jubilar noch heute gerne: Bei einem Besuch seines Vaters in Stuttgart besuchten sie das Volksfest. Leider ging der Vater im Trubel verloren, wurde erfolglos und verzweifelt gesucht, jedoch glücklicherweise später von freundlichen US-Militärs im Jeep wieder zurück gefahren.

Direkt im Anschluss an sein Studium gründete der junge Architekt in Dornhan-Leinstetten sein eigenes Architekturbüro, später unter dem Namen Glück+Partner Freie Architekten.

In Bettenhausen geboren

Im sanierten Gebäude am Wagnerplatz in Dornhan bot sich danach Raum für die angewachsene Belegschaft. Weit mehr als 100 öffentliche und private Projekte wurden realisiert und tragen seine Handschrift. Das Architekturbüro ist weit über die Grenzen Dornhans hinaus bekannt.

Glück wurde 1933 in Bettenhausen geboren und wuchs mit sieben Geschwistern auf. Dort besuchte er auch die Schule. Als kleiner Junge musste er während des Krieges selbständig Ziegen und Schafe hüten. Wegen seiner Jugend blieb er von einer aktiven Teilnahme am Krieg verschont.

Bernhard Glück hat drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. Einer seiner Söhne führt das Architekturbüro seit seinem Ausscheiden 1999 zusammen mit seiner Schwiegertochter weiter.

Heimatpflege und Vereine

Seit Beginn seines Ruhestandes widmet sich Bernhard Glück vermehrt seinen geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Interessen, sowie der Heimatpflege und dem Naturschutz. Er ist Mitglied in vielen Vereinen und aktiv bei der Erfassung der Kleindenkmäler und ähnlicher Aktivitäten. Die notwendigen Fahrten erledigt er bis heute mit seinem grünen Cabrio-Mini-Traktor samt Anhänger.