Nein, dies sind keine Junglehrer, im Bild zu sehen sind – im Prinzip – Pädagogen unterschiedlicher Provenienz, die mutmachende Worte an die Nachwuchskräfte richten (von links): Stefan Maier, Friedrich Firnkes, Ulrike Heller und Christian Ruf. Foto: Metzger

Am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Rottweil haben 85 junge Lehrkräfte ihr Referendariat begonnen.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden im Festsaal der Gymnasien in Rottweil potentielle, künftige Gymnasiallehrkräfte begrüßt und in ihre neue Tätigkeit eingeführt.

 

Als Beamte wurden sie vereidigt und erhielten ihre Ernennungsurkunden.

Direktorin Heller spricht

Die Direktorin des Seminars, Ulrike Heller, führte durch die Feierstunde. In ihrer Ansprache betonte sie, dass der Beruf der Lehrkraft ein Geschenk sei. Die Nähe zu den Schülern bringe großen Einfluss mit sich und damit die Verantwortung, immer den Menschen zu sehen und Potentiale zu erkennen und zu fördern.

Gerade in Zeiten der Krise sei das Gestalten von Demokratie eine zentrale Aufgabe, die mit Leidenschaft und Inspiration verbunden sei. Sie verwies auf die sehr guten Abschlussergebnisse des Seminars in den vergangenen Jahren. Den angehenden Lehrkräften wünschte sie viel Erfolg und versicherte sie der Unterstützung.

OB Ruf begrüßt

Im Namen der Stadt Rottweil begrüßte Oberbürgermeister Christian Ruf die Referendare. Eine Schulstadt wie Rottweil mit 8000 Schülern und 30 Bildungseinrichtungen, darunter drei allgemeinbildende Gymnasien, brauche engagiert Lehrkräfte.

Rottweil biete ein vielfältiges kulturelles Angebot und eine reizvolle Umgebung. Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, bedeute eine große Chance des Referendariats.

Schulleiter Maier hilft

Oberstudiendirektor Stefan Maier, Schulleiter des Droste-Hülshoff-Gymnasiums, hieß die neuen Kollegen im Namen aller Ausbildungsschulen willkommen. Das Berufsbild Lehrer könne herausfordernd sein, es sei jedoch einer der schönsten Berufe, junge Menschen in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Auch wenn das Referendariat durchaus belastend sei, die angehenden Lehrkräfte seien „von Profis umzingelt“, die ihnen die bestmögliche Unterstützung böten.

Mit Zuversicht

Dorothea Klein und Martina Binninger vom Ausbildungspersonalrat ermutigten, dass die intensive Zeit des Referendariats mit Zuversicht, Austausch und Zusammenhalt gut zu meistern sei.

Die angehenden Lehrkräfte erhalten während ihrer 19 Monate dauernden Ausbildung am Seminar Rottweil eine breite Ausbildung in Fachdidaktik, Pädagogik, Medienpädagogik, Schulrecht und weiteren ergänzenden Veranstaltungen. Die Ausbildung ist durchgehend auf die Praxis bezogen.

An 30 Gymnasien

Die Referendare hospitieren und unterrichten zunehmend selbständig an den 30 Gymnasien der Landkreise Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Konstanz. Im Juli 2027 werden sie ihre Ausbildung abschließen.

Die Musikreferendare des vorausgehenden Kurses umrahmten unter der Leitung ihres Ausbilders Wolfgang Feucht die Begrüßung musikalisch.