Die Panthers – mit Courtney Stockard (rechts) – feierten nach einer starken Leistung einen verdienten Heimsieg gegen Heidelberg und sind immer mehr auf Play-off-Kurs. Foto: Michael Kienzler

Schwenninger Basketballer gewinnen in der ProA Top-Duell gegen die Academics aus Heidelberg.

Die wiha Panthers Schwenningen haben in der ProA das Top-Duell daheim gegen einen der Favoriten der Liga, die Academics aus Heidelberg, mit 82:67 gewonnen. Sie zeigten dabei eine ihrer bislang besten Saisonleistungen. Die Schwenninger bauten ihren dritten Sieg in Folge auf die jeweils glänzenden Viertel zwei und drei auf. Wenn man weiß, dass die Heidelberger bisher in dieser Saison 91 Punkte im Schnitt pro Partie erzielten, verdeutlicht dies umso mehr, wie ausgezeichnet erneut allein die Defensearbeit der Mannschaft von Coach Alen Velcic am Samstagabend war.

Panthers-Spieler Chris Frazier war nach der tadellosen Leistung seines Teams glücklich: "Heute haben wir bewiesen, dass wir auch die Top-Teams schlagen können. Die Liga muss nun noch mehr auf uns aufpassen", fügte er humorvoll hinzu.

In der Starting-Five der Schwenninger standen Nate Britt, Courtney Stockard, Grant Teichmann, Jonas Niedermanner und Robin Jorch. Ivan Mikulic zählte – im Vergleich zum Mittwoch-Spiel gegen Nürnberg – wieder zum Kader.

Die Heidelberger, in dieser Saison erneut zu den Top-Favoriten zählend, erwischten mit ihrer 18:8-Führung nach sechs Minuten einen Auftakt nach Maß. Auffällig bei den Gästen im ersten Viertel Evan Mc Gaughey mit neun Punkten. Der Ex-Schwenninger Shaun Willett war nach fünf Minuten bei den Badenern ins Spiel gekommen. Er zählte bei den Gästen noch zu den besseren Spielern.

Pipiras-Dreier wecken auf

In den ersten Minuten fanden die Panthers in der Offense kaum ein Rezept, aber sie steigerten sich gegen Ende des ersten Viertels hin, als Rytis Pipiras (2) und Kevin Bryant Dreier verwandelten. Mit einem nach aus Schwenninger Sicht blassem Start relativ versöhnlichen 19:23 ging es in den zweiten Abschnitt.

Panthers drehen dann auf

Die nächsten zehn Minuten gehörten dann allerdings klar den Gastgebern, die immer besser ins Spiel fanden. Nicht nur der zuletzt umstrittene Point-Guard Ivan Mikulic zeigte gute Aktionen – die Panthers waren nun in der Offense sehr effektiv, verzeichneten eine gute Dreier-Quote und drehten immer mehr in dieser Phase die Partie zu ihren Gunsten. Nach 16 Minuten führten die Neckarstädter erstmals mit 31:30, verteidigten immer stärker und legten schließlich einen 12:0-Lauf hin, während die Academics 6:22 Minuten lang vor der Pause nichts mehr trafen! Die Konsequenz: Die Mannschaft von Coach Alen Velcic führte beim Pausengang mit 48:37 – das zweite Viertel war mit 29:14 an die Hausherren gegangen. Jonas Niedermanner hatte allerdings in der 18. Minute Pech gehabt, als er nach einer Rebound-Aktion unterm eigenen Korb mit dem Sprunggelenk umknickte und die Partie nach dem Wiederbeginn nicht mehr fortsetzen konnte.

Das Schwenninger Team setzte seine starke Performance im zweiten Viertel dann im dritten Abschnitt nahtlos fort. Offensiv waren die Badener erneut minutenlang völlig von der Rolle, ihre Turnover-Quote erhöhte sich in dieser Phase schon auf 15 Ballverluste. Die Hausherren nutzten dies eiskalt aus, erhöhten nun auch ihre Erfolgsbilanz bei den Defense-Rebounds und lagen vor dem Schlussviertel mit 68:49 vorne.

Britt am Ende richtig stark

Heidelberg gab sich aber noch nicht geschlagen. Mit vier Punkten in Folge läutete Shaun Willett eine mittlere Aufholjagd ein. Das Momentum war nun auf Seiten der Gäste. Panthers-Coach Alen Velcic versuchte in zwei Auszeiten, sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Nachdem die Academics bis auf sieben Punkte herangekommen waren (2:21 Minuten vor dem Ende) war dann Nate Britt der Schwenninger Mann der Crunchtime. Richtungsweisend seine zwei verwandelten Freiwürfe und ein Zweier in der vorletzten Minute. Den Panthers war dieser wichtige und hochverdiente 82:67-Heimsieg schließlich nicht mehr zu nehmen. Damit befinden sie sich auf einem sehr guten Weg in Richtung Play-offs.

Beste Scorer bei den Gastgeberne waren Courtney Stockard (25) und Rytis Pipiras (20).

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