Auch Bürgermeister Heinrich Götz kam am Samstag in Stetten vorbei, um zu sehen wie’s läuft. Vor der Anmeldung wurde die Temperatur gemessen und dann wurde es in der Testkabine ernst. Foto: Kost

Eine Bilderbuchstart erwischte das vom Deutschen Roten Kreuz Haigerloch betreute Corona-Schnelltestzentrum in der Glückaufhalle Stetten. 82 Personen ließen sich am Karsamstag testen, niemand war positiv. Es gab so viele Anmeldungen übers Internet, dass der Testzeitraum sogar um eine Stunde verlängert werden musste.

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Haigerloch - Geschafft! Um 21 Uhr durften sich Ronny Volm und Felix Baur endlich aus ihren luftdichten Schutzanzügen schälen. Verschwitzt zwar, aber zufrieden. Sie hatten am Samstagabend in der Stettener Glückaufhalle vermutlich den härtesten Job: die beiden steril verpackten DRKler steckten drei Stunden lang insgesamt 82 Männer und Frauen, Mädchen und Jungs lange Wattestäbchen in die Nasenlöcher, um den für den Schnelltest nötigen Abstrich zu bekommen.

Die beiden, der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Claus Teller sowie Christiane Teller, Susanne Nelson, Anna-Lena Weil und Dominik Müller bildeten am Karsamstag ein Team, das sich um die Anmeldung, die Abnahme und -auswertung der Tests und die Übergabe der Bescheinigungen mit den Testergebnissen kümmerte.

Das Schnelltestzentrum in der Glückaufhalle waren relativ kurzfristig aus dem Boden gestampft worden. Erst am Gründonnerstag hatte die Stadt über die Zeitungen und das amtliche Nachrichtenblatt darüber informiert, dass man sich ab Samstag in Stetten testen lassen kann. Einen Termin für eine Testung musste man sich im Internet besorgen.

Die Anfrage nach einem Schnelltest war aber trotz der Kurzfristigkeit so groß, dass der ursprünglich auf zwei Stunden angesetzte erste Testtag um eine Stunde verlängert werden musste. Gerade diese Online-Terminsteuerung war laut Claus Teller ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Weil alle Probanden pünktlich erschienen – pro Person waren von der Anmeldung bis zur Testung vier Minuten eingeplant – gab es zu keinem Zeitpunkt einen Stau vor oder in der Glückaufhalle, so dass alles entspannt ablaufen konnte.

Das gut geschulte DRK-Team erledigte die ihm übertragene Aufgabe, als ob es noch nie etwas anderes getan hätte und auch Bürgermeister Heinrich Götz, der ebenfalls zum Start des Testzentrums nach Stetten kam, war beeindruckt, wie routiniert die Schnelltestung ablief.

Leute aller Altersgruppen aus dem Stadtgebiet hatten sich einen Termin für einen "Popeltest" ergattert, die meisten davon deshalb, weil sie über Ostern zur Verwandtschaft fahren und Sicherheit haben wollten, dass sie das relativ risikolos tun können – nach einer Wartezeit von rund einer Viertelstunde hatten alle ihr Ergebnis auf Schwarz- und Weiß.

Wie bereits erwähnt, wurden am ersten Testtag 82 Tests gemacht, keiner davon war positiv. Es musste auch keiner schon an der Anmeldestation wieder weggeschickt werden, weil bei der Infrarot-Messung an der Stirn eine zu hohe Körpertemperatur festgestellt wurde.

So wie am Samstag, wird es jetzt zunächst einmal jeden Mittwoch und Samstag weitergehen. Immer von 18 bis 20 Uhr verwandelt sich an diesen Tagen die Glückaufhalle in ein Corona-Schnelltestzentrum mit zwei Testkabinen. Der Abendtermin wurde übrigens laut dem DRK-Vorsitzenden Claus Teller bewusst gewählt, um ein ergänzendes Angebot zur Oberen Apotheke in Haigerloch zu haben, die dort in einem Zelt tagsüber Corona-Schnelltests abnimmt und auswertet. Da die Stadt laut Bürgermeister Heinrich Götz etwa 4500 Schnelltestkits zur Verfügung hat, dürfte dieses Kontingent auch über einen längeren Zeitraum ausreichen.

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