Die Bergwekstadt versetzte die Besucher im September zurück ins Mittelalter. Foto: Roland Stöß

Die Stadt Neubulach blickt auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen zurück. Auch für 2026 bleibt noch ein Stück Stadtgeburtstag übrig.

Hinter Neubulach liegt ein spannendes Geburtstagsjahr: 2025 feierte die Stadt mit ihren Bürgern und Vereinen ihr 750-jähriges Bestehen. Immer wieder fanden Veranstaltungen dazu statt, 14 Stück standen im Jahresprogramm zum Stadtgeburtstag. Nun sind alle über die Bühne bis auf die „Städtles Weihnacht“. Der Weihnachtsmarkt setzt am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Dezember, einen glanzvollen Schlusspunkt hinter ein ereignisreiches Jahr. Susan Mäder, Hauptamtsleiterin von Neubulach und als solche mit dem Jubiläum befasst, nennt es „ein Jahr voller toller Momente und Highlights“.

 

Rückblick Eine Veranstaltung war sogar im wahrsten Sinne ein Höhepunkt: Am 8. und 9. Juni fand das Marktplatzspringen statt. Der TV Oberhaugstett verlegte dafür das nationale Stabhochsprungmeeting, das er normalerweise auf dem Sportgelände ausrichtet, mitten in die Stadt. Die Sportler hoben in Richtung Bergvogtei ab. Aufgrund der vielen Besucher, die das Spektakel anzog, herrschte auf dem Marktplatz zeitweise Volksfeststimmung.

Förster wandert um die Gemarkung

Ins Geburtstagsjahr gestartet war Neubulach am 1. Februar mit dem Bürgerempfang samt Ehrungen. Im April folgte dann der Ostermarkt mit Krämermarkt und Kunsthandwerk, mit gastronomischen Angeboten und einem verkaufsoffenen Feiertag. Diese Mischung zeigt, was Susan Mäder meinte, als sie das Programm im Frühjahr als ein Gemeinschaftsprojekt von Stadtverwaltung, allen voran Bürgermeisterin Petra Schupp, und Vereinen aus der Stadt beschrieben hatte.

Darüber hinaus bot Förster Thomas Walz drei Gemarkungswanderungen an, die Stadt feierte im Mai einen weiteren Geburtstag – 20 Jahre neues Rathaus – unter anderem mit einem Tag der offenen Tür, vielen Aktionen für Kindern und der Wiedereröffnung des neu gestalteten Mineralienmuseums. Im Juni ermöglichte dann die Wasserversorgung ungewohnte Einblicke.

Besonders war auch das Klappstuhlkino am 4. Juli im Stadtgraben. Filmfans konnten sich dabei „Konklave“ anschauen. Tags darauf wurde an einer langen Tafel mitten in der Stadt gegessen und weitergefeiert.

Im September dann verwandelte sich die Bergwerkstadt in einen mittelalterlichen Marktplatz: Ein Wochenende lang unterhielten Gaukler, Händler, Musiker, Zauberer, Handwerker und Artisten die Besucher. Anschließend fanden, im Oktober, ein Tag der Senioren in Liebelsberg und der Herbst- und Krämermarkt in Neubulach statt.

„Es gab viele Highlights bei den einzelnen Veranstaltungen“

Fazit der Stadt Welche der Veranstaltungen sie am besten fand, das kann die Hauptamtsleitern gar nicht sagen. „Es gab viele Highlights bei den einzelnen Veranstaltungen. Eine so hervorzuheben ist da sehr schwierig.“

Offenbar ging es vielen Bürgern und anderen Interessierten ähnlich. So seien alle Veranstaltungen sehr gut besucht gewesen. Besonders erfreulich aus Sicht der Verwaltung: „Wir haben alle Veranstaltungen ohne große Pannen hinbekommen“, berichtet Mäder, und spricht dafür allen beteiligten Personen „ein großes Lob“ aus.

Zumal es viel zu tun gab. Gerade die größeren Veranstaltungen benötigen einen langen zeitlichen Vorlauf und sind aufwändig: „Als Beispiel der Mittelaltermarkt, hier haben wir vor über einem Jahr mit den Planungen begonnen.“

Rückmeldungen Doch der ganze Aufwand, der in die Feiern zum Stadtjubiläum gesteckt wurde, der hat sich gelohnt, das klingt aus Susan Mäders Antworten heraus. Die Rückmeldungen zum Jubiläumsjahr aus Vereinen und von der Bevölkerung sind „sehr positiv“ gewesen, berichtet sie.

Zwar sei das Jahr „sehr aufregend“ und „natürlich mit viel Arbeit verbunden“ gewesen. Trotzdem antwortet Susan Mäder auf die Frage, ob sie nun froh sei, dass es vorbei ist: „... als froh würde ich es nicht beschreiben. Sondern als zufrieden und gelungen.“

Weiter geht’s Und ein bisschen Stadtjubiläum bleibt ja noch mit der „Städtles Weihnacht“ im Dezember. Zumal auch der „Fotoclub Focus 83 Neubulach“ noch einen Beitrag in der Mache hat. Dessen Mitglieder haben im Jubiläumsjahr Porträts von Neubulachern aufgenommen. Sie sollen irgendwann – wo und in welcher Form müssen Club und Stadt noch abstimmen – präsentiert werden. Das dürfte dann erst im nächsten Jahr der Fall sein. So ganz vorbei ist das Jubiläum also auch 2026 noch nicht.