Jule Hahn (links) und Ilayda Zahal übernehmen die Hauptrollen bei „Der verlorene Strumpf – La Chausette Perdue“. Die beiden tanzen seit ihrem dritten Lebensjahr. Foto: Armbruster

Es wird ein Glanzlicht des Jubiläumsjahres „750 Jahre Lauterbach“ – so viel ist jetzt schon sicher.

Das grandiose Lauterbacher Märchenballett „Der verlorene Strumpf – La Chausette perdue“ hat am Samstag, 27. September, ab 16 Uhr im Gemeindehaus Premiere. Einlass ist ab 15.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Cheforganisatorin Marion Armbruster gewährt vorab einen spannenden Blick hinter die Kulissen. „Tanzen war schon immer mein Ding“, sagt sie. Schon im zarten Alter von vier Jahren wagte sie ihre ersten Tanzschritte. Mittlerweile betreibt sie seit 25 Jahren das „Studio Marion“, in dem viel Ballett getanzt wird.

Jazztanz mit Euphorie

Nun also „Der verlorene Strumpf“: „Es wird nicht nur klassisches Ballett sein, die Besucher dürfen sich auch auf leidenschaftlichen Jazztanz voller Fantasie und Euphorie freuen“, verspricht Marion Armbruster – und tanzt voller Elan selbst einige Figuren vor.

Offene Türen eingerannt

Mit einem Geistesblitz am Rathausbrunnen fing alles an. Dort kam ihr die Inspiration zum „Verlorenen Strumpf“. „Lauterbach steht für Natur, für Heidelbeeren, für Wald. Da mache ich ein Märchenballett daraus“, lautete ihr Entschluss. In Anlehnung an das französische Ballett wählte sie den Titel „La Chausette perdue – Der verlorene Strumpf“. Sie meldete ihre Idee beim Festausschuss fürs Ortsjubiläum an, wo sie offene Türen einrannte.

Zu viel sei an dieser Stelle noch nicht verraten, aber die Story hat es in sich. Ein Brautpaar (Jule Hahn und Ilayda Zahal, beide aus Schiltach) steht im Mittelpunkt des Geschehens. Weitere wichtige Rollen haben die „Eule“ Leonie Haas, der „Fuchs“ Matilda Ginter und die „Heidelbeerfee“ Ruth Staiger inne. Insgesamt werden 50 Tänzerinnen dabei sein – im Alter von drei bis 35 Jahren. Zudem werden Ute Haas-Woelke und der katholische Kirchenchor bei einem Stück zu hören sein.

Gemeinschaft im Dorf

„Es geht um die Themen Natur, Gemeinschaft im Dorf und dessen Zukunft, die gefeiert werden soll“, verrät Marion Armbruster.

Das kreative Potenzial zeigt sich auch an Figuren wie einem tanzenden Kuckuck, Eichhörnchen, Zwerg oder Pilze. Ein Waldgeist trägt gar das Lauterbacher Logo. Für das Design der detailverliebten Kostüme sorgte die Lauterbacher Schneiderin Jasna Mrkonja, die Kostüme selbst kommen aus den USA.

Wie ein Puzzle

„Es ist wie ein Puzzle, bis alles passt“, sagt Marion Armbruster. Sie hat die passenden Stücke ausgesucht und zusammengesetzt. „Die Waldfee beginnt, dann kommen die Heidelbeeren dazu“, erklärt sie den Auftrakt. Sofort wird klar: Alles ist bis ins letzte Detail durchdacht. Der „Verlorene Strumpf“ sei für alle Altersklassen, viele Musikstile seien zu hören, so die Leiterin, die spürbar für das Stück brennt.

Natürlich geht es auch um große Gefühle, um Emotionen – aber auch um Party. Selbst die Figuren der Engel schauen aus dem Himmel auf das Treiben auf der Bühne. Es dreht sich alles um einen verlorenen Strumpf, um den es viele Wirrungen gibt.

Zwei Hauptproben

Derzeit wird jede Woche vier Mal geprobt, bevor an zwei Hauptproben der allerletzte Feinschliff geholt wird. „Die Kinder sind mit großer Freude dabei“, berichtet Marion Armbruster. Beim Auftritt im Gemeindehaus wird gemeinsam mit den Gästen die Geschichte von Lauterbach und deren Tradition gefeiert.