Nach einem musikalischen Auftakt zum Festakt „750 Jahre Lauterbach“ mit dem Akkordeonorchester folgten Grußworte der Ehrengäste.
So gratulierte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr aus Schramberg im Namen der VerwaltungsgemeinschaftAichhalden, Hardt, Lauterbach, Schramberg und ihrer Bürgermeisterkollegen Michael Lehrer und Michael Moosmann zu diesem „wichtigen und monumentalen“ Anlass. Um die Beziehung der Gemeinden zu symbolisieren hatte sie einen Blumenkübel, der vom Hardter Bauhof bepflanzt wurde, mitgebracht.
Auch Kreisarchivar Johannes Waldschütz richtete Worte ans Publikum. So lobte er das bürgerschaftliche Engagement von Lauterbach und erlaubte sich auch einen kleinen Seitenhieb. „Was in Lauterbach an Finanzmitteln fehlt, machen Bürger mit Engagement und Herzblut wett“, so Waldschütz. Dieter Kleinmann, FDP-Kreistagsabgeordneter, schloss sich mit einem Grußwort an.
Unterschiedliche Trachten
Im Anschluss folgten Darbietungen des Trachtenvereins Lauterbach, welcher sich mit Hornberg zusammenschloss, da nur noch wenige Tanzpaare vorhanden waren. So kam das Publikum in den Genuss unterschiedlicher Trachten. Die Tanzgruppe präsentierte begleitet vom Akkordeon erst den „Lauterbacher“ und dann einen „Klosterseer Schottisch“, bevor sie nach tosendem Applaus eine Zugabe hinlegten.
„Besonders freue ich mich, ein Ballett anzusagen“, so Leichtle. So folgte „La Terre“, ein klassisches Ballett, von Studio Marion präsentiert, welches, so Marion Armbruster, „Himmel und Erde und die Menschen dazwischen“ symbolisiert. Die brillante Leistung der Tänzerinnen wurde mit kräftigem Applaus belohnt.
Viele Jubiläen
Carsten Kohlmann beleuchtete die Geschichte der Ersterwähnung Lauterbachs im „Liber decimationis“ der Diözese Konstanz aus dem Jahr 1275. Beim „Liber decimationis“ handelt es sich um ein Zehntregister und gleichzeitig um eine der prominentesten, wenn nicht sogar die prominenteste Archivalie, welche an die Diözese Konstanz erinnert, erklärt Kohlmann.
„2025 wird in die Geschichte von Baden-Württemberg auch als Jahr einer großen Zahl von Jubiläen eingehen, da viele Orte und Kirchen mit einer 750-Jahr Feier ihre erste Erwähnung würdigen“, so Kohlmann.
Gemeinsames Erbe
In Lauterbach werde mit der Gemeinsamkeit zwischen kirchlicher und weltlicher Gemeinde ein seltenes Zeichen für das gemeinsame Erbe der ersten gesicherten Erwähnung von Gemeinde und Kirche gesetzt. Im Liber decimationis steht der Eintrag über Lauterbach im Bereich des Dekanats Kirnbach und Sulz. Dort ist von zwei Kirchen die Rede, eine in Falkenstein und eine in Lauterbach, deren Pfarrstellen gut dotiert waren. Einem Schreiber, welcher Lauterbach, im Kodex auch als „Lut[er]bach“ benannt, in diesen eingetragen hat, der gut erhalten blieb, hat Lauterbach dieses Jubiläum zu verdanken.
„Zu Lauterbach hab ich mein‘ Strumpf verloren“, sang der Kirchenchor unter Leitung von Ute Haas-Woelke voll Inbrunst. Mit Tänzerinnen des Studios Marion präsentierten sie den Hochzeitstanz aus „La Chaussette perdue“.
Vorstellung der Bürgermeister
Marion Armbruster hatte sich eine Überraschung überlegt. So fand im Anschluss eine namentliche Vorstellung der ehemaligen Bürgermeister statt, welche von Tänzerinnen auf Plakaten präsentiert wurden. Den Höhepunkt fand diese im Auftritt vom amtierenden Bürgermeister auf der Bühne.
Im Anschluss fügte Bürgermeister Jürgen Leichtle Worte des Dankes an, bevor das Handharmonikaorchester das Programm abrundete.
Beim Sektempfang, bei welchem alle vom Radsportverein „Blitz“ und „Fontana di Secco“ mit Häppchen versorgt wurden, war Raum für Gespräche.