Der Zunftmeister des Kehrwieder-Narrenvereins in Mundelfingen, Sebastian Hidlebrand (von links), ehrt Martina Jäger mit dem bronzenen Stecklespringer, Simon Friedrich für elf Jahre im Vorstand, Arnold Merz mit dem Bronzenen Verbandsorden und Urs Neidhardt. Georg Vetter von der SNV gratuliert. Foto: Rainer Bombardi

Hüfingen-Mundelfingen wird vom 23. bis 25. Januar zum Narren-Hotspot: Zum 75. Geburtstag der Kehrwieder-Narren werden über 3000 Hästräger erwartet.

Mundelfingen heißt am Wochenende, 23. bis 25. Januar, tausende Gäste willkommen, um den 75. Geburtstag des Kehrwieder-Narrenvereins zu feiern. Die geeignete Plattform dafür bietet ein Freundschaftstreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV), das den Ort auf der Hochebene zwischen Gauchach- und Wutachschlucht zum Zentrum der guten Laune macht.

 

Jahrelang bereiteten sich seine Protagonisten auf diesen Moment vor, der bereits zum 70. Jahrestag geplant war und wegen der Corona-Pandemie ins Wasser fiel. Die Geschichte wollte es anders, weshalb es der Narrenverein unter Zunftmeister Sebastian Hidlebrand und Narrenvater Patrick Späth jetzt richtig krachen lässt.

Ein motivierter Elferrat, engagierte Stecklespringer und eine Dorfgemeinschaft, auf deren Unterstützung der Narrenverein sich verlassen kann, formten ein Fest, das bei Narren und Freunden der Fasnet drei Tage lang keine Wünsche offen lassen soll.

Feiern mit Speis und Trank

Parkplätze stehen entlang der Wördstraße zur Verfügung und sind in ausreichender Menge in nächster Nähe zum Narrendorf vorhanden. Im Narrendorf laden neben dem fast schon legendären Zirkuszelt Trinkalli mit dem MGV-Schlager-Schuppen, der Unabsteigbar, der Belal-Italia-Bar, dem Firehouse-Saloon, dem Süßen-Weiber-Himmel mit Après-Ski-Bar und dem Rock-Schuppen sieben Festwirtschaften zu Speis‘, Trank und zum Feiern ein.

Das Narrentreffen kann kommen (von links): Zunftmeister Sebastian Hildebrand mit den Elferräten Marvin und Gebhard Welte. Foto: Rainer Bombardi

Die Betreiber sind die örtlichen Vereine, deren Einsatz für einen erfolgreichen Verlauf der Festtage unentbehrlich ist. Zentrale Anlaufstelle ist die Zirkus-Knie-Schiebä in der Aubachhalle, in der der Förderverein der Kehrwieder-Narren mit seinem Verpflegungsprogramm aufwartet.

Start mit einem Nachtumzug

In das Festwochenende startet die Kehrwieder-Zunft mit einem Nachtumzug, der am 23. Januar ab 19 Uhr mehr als 1000 Hästräger willkommen heißt. Dass sich drei Tage lang Remmidemmi über dem Fest ausbreiten wird, ist selbstredend. Am Samstag, 24. Januar, 16 Uhr, eröffnet das Narrenbaumstellen durch die Gastgeber und die Zimmerzunft den zweiten Jubiläumstag.

Das Feiern geht in den Besenwirtschaften im Narrendorf weiter und um 20 Uhr direkt in den bunten Abend in der Aubachhalle über. Dass die Türen auch für jene geöffnet bleiben, die es weiterhin im Narrendorf gesellig mögen, versteht sich von selbst.

Höhepunkt des Narrentreffens ist der Sonntag, 25. Januar, der bereits um 9 Uhr mit einer Narrenmesse beginnt und um 10.30 Uhr mit dem Zunftmeisterempfang im Rathaus fortgesetzt wird. Um 13.30 Uhr beginnt der große Festumzug, an dem sich 42 Zünfte, Umzugsgruppen, Zunftkapellen und Musikvereine beteiligen.

Mehr als 3000 Hästräger werden erwartet

Die Kehrwieder-Jubilare erwarten mehr als 3000 Hästräger und ein Publikum, das entlang der Wegstrecke die bunte Narretei in bester Laune und ihrer gesamten Schönheit erlebt. Die Umzugsstrecke ist bewusst kompakt gewählt, so dass die Nähe zwischen Narren und Gästen möglichst durchgehend erhalten bleibt.

Der Umzug beginnt an der Kirche, in deren Umkreis sich die Narren aufstellen werden, führt ein Stück entlang der Peter-Thumb-Straße hinter dem Rathaus und der Schule an der Stecklespringer-Skulptur und der Ehrentribüne vorbei und von dort direkt ins Narrendorf. Es ist auch an jene Besucher gedacht worden, die auf das Auto verzichten wollen. Sie nehmen den Shuttle- oder Linienbus-Bus zum Dögginger Bahnhof.

Das Motto

Kehrwieder-Narren
Nach dem Narrentreffen ist vor der Fasnet, weshalb sich die Kehrwieder-Narren in diesem Jahr auf ein Fasnetmotto geeinigt haben, das beides vereint: „Für ä Reise i‘ d Muelfinger Fasnet-Vergangenheit sind mir noch em Narretreffe bereit. Wa hät ei i de letschde Johr am beste dau? So kenned ihr des Johr a d‘Fasnet gau!“