Die Panthers – Kevin Bryant (hier in der Defense gegen den Paderborner Jackson Trapp). Foto: Michael Kienzler

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen am Samstagabend bei den Uni Baskets Paderborn mit 74:81 verloren, befinden sich in Sachen Play-off-Qualifikation dennoch weiter in einer guten Ausgangsposition.

Basketball - Die Panthers konnten sich nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit zwar im zweiten Durchgang steigern, doch am Ende reichte die Aufholjagd nicht mehr zum erhofften Sieg. Paderborn bot über die 40 Minuten eine konstante Leistung, besitzt aber selbst durch diesen zweiten Erfolg in Serie im Playoff-Rennen kaum noch Chancen.

Nach einer langen Anreise nach Ostwestfalen standen Robin Jorch, Jonas Niedermanner, Ivan Mikulic, Grant Teichmann und Courtney Stockard in der Starting-Five der Panthers.

Die Schwenninger agierten sofort aggressiv in der Defense, wandelten hier jedoch auf einem schmalen Grat und mussten in dieser Anfangsphase auch einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichter hinnehmen. Die erste Bilanz der Gäste nach wenigen Minuten: Bereits vier Teamfouls und ein 0:7-Rückstand. Erst der Dunk von Courtney Stockard (2:55) bedeuteten für die Mannschaft von Coach Alen Velcic die ersten Punkte des Abends.

Nach dem 8:8-Ausgleich kamen die Baskets einige Male zu leicht zu ihren Würfen, während die Offense der Neckarstädter eine Baustelle war. Mit einem 16:24-Rückstand schlossen die Gäste das erste Viertel ab.

Sie steigerten sich im zweiten Abschnitt in der Defense, doch die Offense blieb auch in den zweiten zehn Minuten das Sorgenkind der Schwenninger. Paderborn baute seine 36:28-Führung nach 17 Minuten zum 44:31-Halbzeitstand aus. Etwas hoch lagen die Panthers bei der Dreierquote mit 29:58 Prozent zu diesem Zeitpunkt hinten, während die Reboundwerte mit 17:14 für die Baskets nach dem ersten Durchgang relativ ausgeglichen war. Diese schwache Drierquote der Gäste sollte bis zum Schlusszeichen ein Handicap bleiben.

Im dritten Viertel steigerte sich das Schwenninger Team, konnte mit schnellem Umschaltspiel nach vorne überzeugen. In der Schlussphase des dritten Abschnitts schaffte Chris Frazier fünf Punkte (3/2) in Folge – dennoch führten die Westfalen vor dem letzten Viertel mit 54:63. Ein Nachteil zu diesem Zeitpunkt war für die Gäste, dass Rytis Pipiras – bis dahin mit 14 Punkten bester Scorer bei Schwenningen – nach seinem vierten Foul nur noch dosiert eingesetzt werden konnte.

Die Panthers kämpften sich im Schlussabschnitt noch heran. Knapp zwei Minuten lang in der Crunchtime gelang den Gastgebern kein Punkt mehr.

Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Nate Britt eine Minute vor dem Ende seinen Dreier beim Spielstand von 72:77 untergebracht. Insgesamt fehlte dem Play-off-Aspiranten in den letzten Minuten aber auch das Wurfglück. 29 Sekunden vor de Schlusszeichen verwandelte Stockard zwei Freiwürfe zum 74:77 aus Schwenninger Sicht. Coach Alen Velcic nahm seine letzte Auszeit, doch es sollte für die Panthers nicht mehr reichen. Zwei Sekunden später sorgte der Korbleger von Tom Alte (79:74-Zwischenstand) für die Vorentscheidung. Pipiras war zu dem Zeitpunkt nach seinem fünften Foul (zwei Minuten vor dem Ende) bereits draußen. Die Paderborner bejubelten schließlich einen 81:74-Heimsieg.

Bester Scorer bei Schwennigen war Courtney Stockard mit 16 Punkten.

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