In dem Gebäude wurde eine leblose Frau entdeckt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: Marc Eich

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Dauchingen ist am Dienstagnachmittag die Leiche einer 72-Jährigen gefunden worden. Die Umstände des Todes waren zunächst mysteriös. Ihr Sohn und ihr Mann wurden bei dem Feuer verletzt.

Schwarzwald-Baar-Kreis - Es ist kurz nach 14 Uhr, als Nachbarn in der Friedhofstraße in Dauchingen eine Rauchentwicklung im Dachgeschoss eines Wohnhauses bemerken und den Notruf wählen. Während zunächst von einem Zimmerbrand ausgegangen wird, ist die Lage kurz darauf dramatisch: Das Feuer breitet sich aus, dann ist klar, dass eine Person noch in den Flammen vermisst wird. Die Integrierte Leitstelle löst daraufhin Großalarm aus.

31-Jähriger ist im Garten

Aus Dauchingen, Niedereschach und Schwenningen rücken daraufhin Feuerwehrkräfte an, bauen eine Löschwasserversorgung auf, legen die Ausrüstung an – und rücken vor. Zunächst treffen sie auf einen 31-Jährigen, dem Sohn der Familie. Er befindet sich im Garten, offenbar in einem psychischem Aus­nahmezustand.

Die Retter rücken schließlich ins Haus vor, treffen dann im Gebäude auf eine Leiche. Es handelt sich um die 72-jährige Mutter, die schon vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte gestorben zu sein scheint. Beim weiteren Erkunden entdeckt der Trupp unter Atemschutz schließlich einen 81-Jährigen, den Vater. Er ist schwer verletzt gezeichnet vom Brand, wird schließlich aus dem Haus gebracht. In der Einfahrt des Anwesens nimmt ihn der Rettungsdienst in Empfang.

Dieser ist mittlerweile mit einem großen Aufgebot vor Ort. Vier Rettungswagen steuern den Einsatzort an, darüber hinaus eilen drei Notarzteinsatzfahrzeuge zum Brand. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 54 aus Freiburg wird an die Einsatzstelle beordert, bringt schließlich den schwer verletzten 81-Jährigen in eine Spezialklinik. Zu seinem Gesundheitszustand liegen noch keine weiteren Informationen vor. Der 31-Jährige hingegen ist nicht verletzt.

Kripo rückt schnell an

Aber: Die mysteriöse Auffindesituation der 72-Jährigen und die unklare Todesursache ruft schließlich schnell die Kriminalpolizei auf den Plan. Streifenbeamte, die zunächst vor Ort waren, informieren deshalb das Führungs- und Lagezentrum über die unklare Todesursache. Auch ein Tötungsdelikt kann zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, insbesondere aufgrund bislang rätselhafter Verletzungen am Körper der 72-Jährigen.

Mit starken Kräften rückt die Kriminalpolizei samt Wolfgang Hansel, Leiter des Kriminalkommissariats Villingen-Schwenningen, und Spurensicherung schließlich an. Schließlich übernehmen Staatsanwaltschaft Konstanz und die Kriminalpolizeidirektion Rottweil die Ermittlungen.

Die Beamten schwärmen aus, befragen Nachbarn zu der betroffenen Familie. Auch die Helfer werden zur Auffindesituation und den Gesamtumständen befragt. Kurz nachdem die Löscharbeiten beendet sind, wird der Brandort deshalb zum möglichen Tatort.

Fünf Stunden nachdem der Brand ausgebrochen war, ist ein Großteil der Einsatzkräfte bereits abgerückt. Kriminalbeamte sichern weiter Spuren im Garten der Familie, in der nun ein Flatterband gespannt ist: Polizeiabsperrung.

Noch konnten die Ermittler keine abschließenden Erkenntnisse treffen. Hierfür wird nun die Gerichtsmedizin zu Rate gezogen, die noch am Abend den Leichnam der Frau begutachtet. Erst dann wird die Polizei sagen können, was die genauen Umstände sind, die zum Tod der Frau geführt haben.

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