Die Bergung des Transporters dauerte mehrere Stunden. Foto: Silas Stein/dpa

Der Unfall eines Schwertransporters mit einem Rotorblatt für den Windpark Seewald sorgt für eine lange Sperrung der B 294. Jetzt spricht der Bauleiter über die mutmaßlichen Gründe.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist ein Schwertransport verunglückt, der ein Rotorblatt für den Windpark Seewald geladen hatte. Als Ursache wird ein „technischer Defekt“ genannt. Ein Augenzeuge berichtet, was genau passiert ist.

 

Nach derzeitigem Stand befuhr kurz nach Mitternacht eine Sattelzugmaschine mit einem lenkbaren Nachläufer die B 294 in dem Streckenabschnitt zwischen Agenbach und Calmbach, teilt die Polizei mit. Das Fahrzeug hatte ein etwa 70 Meter langes Rotorblatt geladen, das zum neu entstehenden Windpark in Seewald transportiert werden sollte.

„Auf einem weitgehend geraden Streckenverlauf kam, nach derzeitigem Stand mutmaßlich aufgrund eines technischen Defekts, der gesondert lenkbare Nachläufer nach rechts von der Fahrbahn ab“, schreibt die Polizei weiter. Dabei durchbrach dieser die Leitplanken und fuhr mehrere Meter eine abfallende Böschung hinunter. In Schräglage kam das Gespann nebst Ladung zum Stehen.

Unfall durch technischen Defekt am Nachläufer

Live beim Unfall dabei war der Bauleiter des Windparks. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte er am Unfallort, dass die Elektrik des Nachläufers „plötzlich gesponnen“ habe.

Ein solcher Nachläufer hatte einen technischen Defekt. Foto: Bernd Mutschler

Er zeigt außerdem ein Video, das von der Transportmannschaft aus einem nachfolgenden Fahrzeug gefilmt wurde. Darauf ist zu sehen, wie der Nachläufer, auf dem das hintere Ende des Rotorblatts gelagert ist, plötzlich nach rechts ausschert, die Leitplanke durchbricht und die Böschung mehrere Meter tief hinunter fährt.

Er bestätigt zudem, dass das Rotorblatt einen Totalschaden erlitten hat.

Wie die Polizei weiter mitteilt, waren die Sicherungs- und Bergungsmaßnahmen komplex. Die Bundesstraße 294 musste für diese in dem Streckenabschnitt zwischen Agenbach und Calmbach bis auf weiteres voll gesperrt werden. Das Rotorblatt und später der Nachläufer konnten in den Morgenstunden geborgen werden, der Transporter setzte dann die Fahrt gegen 9.30 Uhr in Schrittgeschwindigkeit fort, wie der Bauleiter weiter ausführte.