Der Hamperleverein Schapbach feierte 66-jähriges Bestehen. 32 Gruppen mit rund 1300 Hästrägern waren dabei. Der Fackelumzug fiel wegen Schnee und Glätte aus.
Die wetterbedingte Absage des Fackelumzugs tat der ausgelassenen Stimmung beim Jubiläum der Hamperle keinen Abbruch. Sie feierten mit ihren vielen Gästen im großen Festzelt und in der Schapbacher Festhalle.
Der Samstagabend war ein riesiges Spektakel. Zeitweise war im Zelt und in der Halle kein Durchkommen mehr.
Zu den Schapbacher Hästrägern mit Elferrat, Kaffeetanten und der Hamperle-Harmonie gesellten sich Zünfte, Narrenvereine und Guggenmusiken aus dem gesamten Kinzigtal, dem Raum Freudenstadt und darüber hinaus. Stark vertreten waren die direkten Nachbarn mit der Narrenvereinigung Oberwolfach und den Riebele aus Bad Rippoldsau. Viele Gruppen waren bereits in den Nachmittagsstunden zum „Warm-up“ angereist.
Liveband trotzt Glätte
In der Festhalle sorgte die Liveband Just Rock aus Dornhan für Stimmung. Sie hatte zunächst wegen glatter Straßen abgesagt, erschien dann aber doch und mischte mit Hardrock und Oldies das Narrenvolk ordentlich auf, während die Alten Rungunkeln aus Wolfach in der Halle und im Festzelt ihr Unwesen mit den Narren trieben.
In den späten Abendstunden traten auch die Guggenmusiken Simsegräbsler aus Hofstetten und Moosturbos aus Ödsbach auf die Bühne und zogen alle Register. Bis in die späte Nacht herrschte tolle Stimmung, und die gesamte Veranstaltung lief ohne Zwischenfälle ab. Auch der Bus-Shuttle-Verkehr klappte reibungslos.
Empfang im Rathaus
Im Rahmen des für Narren runden Geburtstags „66 Jahre Hamperleverein“ hatte der Jubiläumsverein auch zu einem Zunftmeisterempfang in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen. Hamperle-Präsident Marco Glöde begrüßte die Vertreter der Zünfte, aber auch Bürgermeister Bernhard Waidele sowie die ehemaligen Präsidenten Bernhard Brüstle und Martin Kaluza. Susanne Müller war erkrankt.
Die „Fasnet im Schappe“ sei etwas Besonderes, betonte Glöde und blickte zurück auf die Gründung des Hamperlevereins im Jahr 1960. Drei Häsgruppen habe man in Schapbach: die Käfzgenschneller (seit 1970), die Nachtfrauen (seit 1986) und die Bockseckengeister (seit 1990), hinzu kämen die Kaffeetanten und die Hamperle-Harmonie (seit 2007). Der Elferrat sorge dafür, dass die Fasnet lebendig bleibt, erklärte der Präsident.
Dann erhob die versammelte Narrenschar das Glas und stieß auf das Jubiläum an. Die Hamperle-Harmonie sowie die „Radau-Musik“ aus Bad Rippoldsau sorgten für prächtige Stimmung im Bürgersaal.
Das Schnurr-Duo Ralf Schmieder und Jens-Mathias Bächle hatte ein Lied zur Schapbacher Fasnet einstudiert, ebenso zur fünften Jahreszeit im Wolftal. Die Kaffeetanten mit Obfrau Monika Waidele lieferten einen köstlichen Beitrag. Zum Jubiläum hatten sie extra das Ensemble des „Moulin Rouge“ organisiert.
Schnurrant Georg Lehmann erklärte den Narren die Redensarten in Schapbach und warf zur Melodie „Liebe kleine Schwarzwaldmarie“, begleitet von den Musikern, einen Blick auf die Gemeinde und all ihre Schönheiten.
Zum Schluss erklang das Hamperlelied, wobei kräftig mitgesungen wurde. Im überfüllten Bürgersaal herrschte Riesenstimmung. Die Narren wurden beim Zunftmeisterempfang vorzüglich bewirtet, und der Jubiläumsverein durfte viele Erinnerungsgeschenke entgegennehmen.