Geehrte und Gratulanten: Maximilian Winter (hinten von links), Alexander Eichner, Marcel Meier, Lukas Junker, Marco Roth, Klaus Hasis, Tobias Junker, Andreas Jäger (vorne von links), Armin Schäfer, Arthur Bläsi, Bernd Schwärzel, Dieter Collignon, Helmut Hügel, Hektor Schmalbach, Uwe Winter und Bürgermeister Tobias Uhrich Foto: Wolfgang Künstle

Die Feuerwehr Neuried zog bei der Hauptversammlung Bilanz und erinnerte besonders an den Neujahrsbrand in Ichenheim sowie an das 150-jährige Bestehen.

Das große Jubiläum der Feuerwehr-Abteilung Ichenheim sowie der Gebäudebrand am Neujahrstag 2026 in Ichenheim waren die herausragenden Ereignisse der vergangenen zwölf Monate, die bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr Neuried in der Lindenfeldhalle immer wieder zur Sprache kamen. Und sie spiegeln das Leben in der Feuerwehr wider: Zusammen feiern – und wenn es darauf ankommt, in kürzester Zeit einsatzbereit auf der Matte zu stehen. „Ich war gerade bei einem Neujahrsspaziergang, als der Piepser ging“, erinnerte sich Bürgermeister Tobias Uhrich in seiner Ansprache. „Als ich an der Einsatzstelle ankam, lief alles schon perfekt.“

 

157 Einsatzkräfte stehen in der Gesamtwehr für den Notfall bereit, berichtete Kommandant Bernd Schwärzel und er freute sich, dass er im Lauf des Abends fünf Neuzugänge sowie zwei Offenburger Feuerwehrleute, die nach Neuried gezogen sind, aufnehmen durfte.

56 Mal musste die Neurieder Wehr im vergangenen Jahr ausrücken, das waren neun Einsätze weniger als 2024. Zweimal waren Pferde in eine Notlage geraten und mussten aus der Bredouille befreit werden, was sich „als etwas kniffliger herausstellte“, so Schwärzel. Auch ein Brand im Juli in der Altenheimer Badstraße war problematisch, weil bei Ankunft der Feuerwehr die ganze Straße verraucht war und erst einmal herausgefunden werden musste, wo sich nun wirklich der Brand befindet.

Über einen Einsatz wird geschmunzelt

Schmunzeln musste Schwärzel hingegen bei einer Alarmierung „beißender/stechender Geruch mit Atemwegsreizung“ am Ortsrand von Altenheim. Sofort identifizierte er den charakteristischen Geruch von Spritzmittel für Tabak als Auslöser. „Das kennen nicht mehr alle“, stellte er amüsiert fest.

2025 wurde ein Löschfahrzeug – LF 10 – für die Abteilung Schutterzell für 565.000 Euro, einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen für Ichenheim sowie ein neues Mehrzweckboot für 122.000 Euro gekauft, das am Sonntag beim Frühlingsfest der Abteilung Altenheim eingeweiht wird.

Das Jahr über fanden Fortbildungen und Lehrgänge statt

Schriftführerin Alexandra Bläsi blickte im Anschluss auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück, neben dem dreitägigen Jubiläumsfest der Abteilung Ichenheim im Juli mit großem Umzug, richtete die Feuerwehr das Alterskameradentreffen der Ortenau aus. Das Jahr über fanden Fortbildungen und Lehrgänge statt, insgesamt wurden 72 Übungsabende, verteilt auf die einzelnen Abteilungen, angeboten. Gesellschaftlich brachte sich die Feuerwehr mit dem Sammeln von Christbäumen, dem Verteilen gelber Säcke sowie Altpapier- und Alteisensammlungen ein.

Der Führungstrupp Meißenheim/Neuried besteht derzeit aus 19 Mitgliedern, berichtete dessen Leiter, der stellvertretende Kommandant Uwe Winter. 15 Mal rückte die Gruppe aus, 13 Einsätze waren in Neuried, zwei in Meißenheim zu bewältigen. Die Jugendfeuerwehr, so berichtete deren Leiter Alexander Eichner, besteht aus 56 Mitgliedern. 67 Übungsabende und 17 Tages- und sonstige Veranstaltungen standen auf dem Terminplan für den Nachwuchs.

Bürgermeister dankt auch Neurieder Firmen

Arthur Bläsi berichtete von der Altersabteilung, die aus 66 Mitgliedern besteht, die nach wie vor eine wertvolle Unterstützung der Gesamtwehr darstellen, so beim Jubiläum in Ichenheim, wo die Senioren bei der Bewirtung und den Nachtwachen im Einsatz waren.

Bürgermeister Uhrich betonte, dass Führung nicht nur beim Einsatz zähle, sondern auch in vielen organisatorischen Aspekten das ganze Jahr über – und letztlich bedeute Führung auch, Verantwortung für die Mitglieder zu übernehmen. Er dankte in seinen Grußworten auch den Neurieder Firmen, die die Wehrleute beim Einsatz bereitwillig für unbestimmte Zeit entbehren.

Der Schwanauer Kommandant Bernd Leppert ergriff das Wort und freute sich, dass „wir auf der Rheinschiene gemeinsam vorangehen und nicht jeder sein eigenes Vesper kocht“. Es sei „einfach schön, miteinander zu schaffen.“

Befördert zum Löschmeister wurden Jochen Eble, Mario Frick, Jonas Schwärzel, Julian Isenmann und Maximilian Horn. Befördert zum Oberlöschmeister wurden Fabian Ciollek und Patrick Jeske und Hauptlöschmeister nennen darf sich nun Matthias Winter.

Ehrungen

60 Jahre Mitgliedschaft im Spielmannszug:
 Arthur Bläsi 50 Jahre: Jürgen Boos, Helmut Hügel 40 Jahre: Hektor Schmalbach, Frank Waldmann, Klaus Hasis, Bernd Schwärzel, Dieter Collignon 25 Jahre: Patrick Roth 15 Jahre: Lukas Junker, Tobias Junker, Alexander Eichner, Marcel Meier, Maximilian Winter