Der Weitinger Narrenverein schloss den Jubiläumsumzug der NGG ab. Foto: Feinler

Zum ersten Mal gab es so einen Umzug mit 500 Teilnehmern der vier Narrenvereine und die Narrengilde Göttelfingen rundete damit am Sonntag ihr dreitägiges Fest zum 55-jährigen Bestehen ab.

Die Göttelfinger hatten sehr großes Glück, denn als alle Narren ans Rathaus anreisten, pfiff ein kalter Wind und die Sonne war unter einer starken Wolkendecke versteckt. Doch pünktlich zum Umzugsbeginn macht der Himmel auf und so genossen alle 500 Hästräger strahlenden Sonnenschein.

 

Den Umzug für die vier Narrenvereine der Gemeinde führte der Musikverein Eintracht Göttelfingen mit Dirigentin Bernadette Keppler an. Ob als Feuerlöscher, Hippie oder Kuscheltier verkleidet, die Musiker brachten ordentlich Stimmung. Dahinter sprangen die Mohopser im Takt. In blau-weiß waren die Gardemädels mit ihren Marschschritten dabei. Aufgrund des schönen Wetters hatte so mancher Narrenrat und Hästräger seinen Nachwuchs in den Kinderwagen gepackt, doch bereits am Eck Baisinger in die Zollernstraße schliefen die meisten schon.

Eingequalmt wurden dagegen die Zuschauer von den Clowns mit fahrender Badewanne und auf Mopeds. Süßes gab es von den Hopfenzopflern. Nach dem Alphabet geordnet, folgte dann die Narrenzunft Eutingen mit ihrem Schelladralle an der Spitze. Der Baumträger konnte auch am Eck zur Halle keine Abkürzung nehmen und musste die ganze Strecke laufen. Begleitet wurden sie von der Eutinger Musikkapelle, die später noch in der Korntalhalle auftrat. Mit Talhexen, Bären, dem Zunftrat und der Prinzengarde schritt die NZE durch die Gassen.

Teufels-Kotzmühle ist berüchtigt

Gespannt waren einige Umzugsteilnehmer auf die Teufels-Kotzmühle, wegen der sich vor allem die Frauen gut verstecken mussten. Die Rohrdorfer Heale hatten wieder ihre Eier gekocht und so gab es von den Eierknackern aus dem Körble Frucht und für den einen oder anderen ein Frühstücksei. Auf „Mauerholz“ entgegnete so mancher Kenner „Leit“ und so war auch die gleichnamige Gruppe zufrieden. Der Zunftrat und die Tanzgarden schritten in den NZR-Farben mit. Bereits von Weitem waren schon die langen Männer zu sehen und auch die „Weitinger Musik“ mit dem Narrenmarsch zu hören.

Die Narrengilde Göttelfingen führte ihren ersten Narrendapp für alle vier Orte der Gemeinde Eutingen an. Foto: Feinler

Das Bett der Bettträger blieb nicht lange leer, wenn es auch an diesem Sonntag fast schon zu warm zum zudecken war. Jaunerschecken und Blotzer sprangen auch wieder mit. Die Urnburghexen hatten wieder ihren langen Besen dabei, wo die anderen Besen quergesteckt wurden, und so bekam die Hex beim Hochklettern einen super Überblick über das närrische Geschehen.

Der Jaunerscheck aus Weitingen hatte seine Saubloder wieder im Einsatz. Foto: Feinler

Freundschaft ist entstanden

NGG-Vorsitzende Sandra Pejic war begeistert: „So etwas gab es noch nie. Die Vereine der Gemeinde kommen selten an einem Umzug zusammen und deshalb war der Umzug auch so schön.“ Sie berichtete, dass sich in der Corona-Zeit die vier Vereinsvorstände hin und wieder getroffen haben, um sich abzustimmen und neue Ideen auszutauschen was und wie in der Corona-Zeit Fasnet gefeiert werden kann. Die Vorsitzende weiter: „Daraus ist eine Freundschaft und Verbundenheit entstanden, die wir auch nach Corona weiterführen wollen.“

In der Korntalhalle konnten sich alle Narren und Gäste bewirten lassen und das Programm mit Musik sowie Auftritt der Flohopser genießen.