Ein 55-Jähriger aus Rottweil wird vermisst. Foto: Büttner/dpa

Eine Vermisstensuche in Rottweil gibt Rätsel auf. Ein Suchaufruf wird jetzt erneut deutschlandweit geteilt.

Die Meldung kursiert aktuell auf einer bundesweiten Blaulicht-Facebookplattform, viele Menschen nehmen Anteil: Der 55-jährige Jürgen W. aus Rottweil wird vermisst. Bei näherem Hinschauen zeigt sich: Er ist schon seit April verschwunden. Gilt die Vermisstenmeldung tatsächlich immer noch?

 

Auf Nachfrage bei der Polizei-Pressestelle des Präsidiums Konstanz zeigt sich: Ja, es gibt seit April keine Spur von Jürgen W.. Sprecher Patrick Zöller informiert: „Da die Person nach wie vor nicht aufgefunden werden konnte, hat die Öffentlichkeitsfahndung nach wie vor Bestand.“

Der 55-Jährige wurde am 9. April von Angehörigen als vermisst gemeldet. Das genaue Datum seines Verschwindens konnte laut Polizeiangaben nicht abschließend festgestellt werden.

Keine Spuren

Zum Zeitpunkt seines Verschwindens schloss die Polizei nicht aus, dass sich Jürgen W. in einer hilflosen Lage befindet. Es gab auch Hinweise darauf, dass er mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein könnte. Ob er womöglich aus freien Stücken Rottweil verlassen hat – all das ist nicht bekannt.

Und warum kommt die Fahndung nun wieder ins Netz? Der Polizeisprecher nimmt an, dass die Betreiber der Facebook-Gruppe alle aktuellen Fahndungen der Polizei durchforstet hat und die bestehenden, unabhängig vom Datum, nochmals veröffentlicht.

Genauso sieht es auf der Facebook-Seite „BlaulichtDeutschland“ aus, wo täglich Vermisstenmeldungen veröffentlicht werden. Jürgen W. aus Rottweil ist hier einer von vielen Menschen, von denen aktuell jede Spur fehlt.

Die Personenbeschreibung

Jürgen W. ist etwa 175 bis 180 cm groß, hat eine kräftige Statur, grüne Augen und schütteres Haar. Ein Bild des 55-Jährigen ist auf der Fahndungsseite der Polizei Baden-Württemberg abrufbar. Hinweise nimmt die Polizei Rottweil unter der Telefonnummer 0741/47 70 entgegen.

Die Facebook-Suche mit Bild des Vermissten sei ebenfalls legitim, so Polizeisprecher Zöller. Allerdings müssen die Bilder wieder gelöscht werden, wenn die Person aufgefunden wurde.