Die Fans bedanken sich für eine bis dahin tolle Saison – die allerdings heute noch nicht enden soll. Foto: Pohl

Für die  Schwenninger Wild Wings  ging es am Sonntagnachmittag im letzten Hauptrundenspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch um den Einzug in die Playoffs. Die Partie gegen die Kölner Haie in der heimischen Helios-Arena war ein sogenanntes "Do-or-die"-Spiel, alles oder nichts. Und diesen Weg sollten die Wild Wings trotz Corona-Pandemie nicht alleine bestreiten.

VS-Schwenningen - Bereits ab 11 Uhr versammelten sich hunderte Fans am Sonntag vor der Helios-Arena in Schwenningen, um die Spieler, die einzeln zum Stadion fuhren, nach und nach mit Fangesängen, wehenden Fahnen und schwenkenden Schals begrüßten, anfeuerten und zeigten: "Wir stehen hinter euch!"

Empfang mit Abstand und Maske

Die Eishockeysaison findet, wie alle anderen Sportligen in Deutschland auch, seit Beginn ohne Zuschauer in den Stadien und Arenen statt. Doch vor dem letzten, entscheidenden Spiel, wollten die Schwenninger Anhänger klar machen, dass ihre Mannschaft, von der sie einige Spieler über die Saison hinweg nicht einmal persönlich kennenlernen konnten, nicht allein ist.

Bereits am vergangenen Freitag, als die Mannschaft, ebenfalls in der heimischen Arena, einen Punkt gegen die Pinguine aus Krefeld holten und damit die Tür zu den Playoffs weiterhin offen hielten, war in den sozialen Medien schnell klar: Am Sonntag vor dem Spiel gegen die Kölner Haie sollte es ein Spalier geben. Dieser Aufforderung aus den Reihen der Fans, unterstützt durch die offiziellen Fanbeauftragten, leisteten zahlreiche Wild-Wings-Fans Folge. Mit Abstand und Maske zog sich die Personenkette vom vorderen Parkplatz an der Arena bis hin zum Spielerparkplatz hinter dem Bauchenberg.

Saison für Wild Wings beendet

Die Spieler dankten es mit Lichthupen und Hupkonzerten bei der Einfahrt entlang der Arena in Richtung Spielerparkplatz. Am Ende half die Unterstützung der Fans tatsächlich, dass die Wild Wings einen 5:3-Sieg erspielen konnten. Eine Aktion, die auch der Sportliche Leiter Christof Kreutzer im Drittelinterview lobte: Diese Stimmung hätten die Spieler aufgesogen wie ein Schwamm.

Der sportliche Wermutstropfen: Die Schwenninger waren auf Schützenhilfe der Grizzlys aus Wolfsburg angewiesen, die den direkten Konkurrenten der Wild Wings, die Straubing Tigers, am Sonntag empfingen. Leider, aus Sicht der Wild Wings und ihrer Fans, siegten die Straubinger beim Auswärtsspiel in Wolfsburg und holten damit die entscheidenden Punkte, um sich den letzten Playoff-Platz zu sichern. Damit ist diese coronabedingt besondere Saison für die Schwenninger Wild Wings beendet. Die Playoffs mit dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft starten am kommenden Dienstag – ohne die Schwenningr Wild Wings.   

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