50 Jahre hoch dr‘ Bär, 50 Jahre Strohbär in Empfingen: Zu diesem Jubiläums-Event luden die Strohbären alle (Ex)-Bären, (Ex)-Treiber, Helfer und engen Fans zum Bärenfest in das Feuerwehrgerätehaus Empfingen ein.
Auf einer Leinwand und an der Tafel waren viele Bilder aus der Historie des Strohbären zu sehen. Franz Hellstern begrüßte, darunter die einzige Frau Franziska Ganion, die sich vor vielen Jahrzehnten (1986) als 40-Jährige in einen Strohbären einbinden ließ. Johann Baiker war an diesem Abend der älteste Strohbär.
Franz Hellstern sagt: „Heute ist es wichtig, dass so viele das Brauchtum und die Traditionen pflegen.“ Er dankte der Familie Werner Baiker, ohne die es den Strohbären nicht gäbe. Brauchtum und Tradition könne man überall pflegen. Bei Brauchtum und Tradition sei es keine Frage, wo man herkommt.
Patrick Kolb, Mitglied des Vorstands der Kulturgemeinschaft, sprach auch Grußworte. „Strohbären, die zur freien Empfinger Fasnet gehören, sind ein super Aushängeschild für die Narrenzunft.“
Strohbären bekommen Lieder zu hören
Monika Sonja Schweikardt, die extra aus dem „närrischen“ Rottenburg, „eingeflogen“ wurde, unterhielt mit ihrem Akkordeon und begleitete die Ex- und aktuellen Strohbären und Treiber mit vielen Liedern, die gekonnt und teils ohne Textbüchlein mitgesungen wurden.
Auf den T-Shirts war so manches zu lesen, so „Strohbären Empfingen“, „Hoch d‘ Bär“ und „Hoch das Glas, „als Treiber hat man riesigen Spaß“. Bürgermeister Ferdinand Truffner hatte auf seinem T-Shirt stehen: „Meine Karriere: Bürgermeister, Stimmenkönig, Strohbär der Herzen“. Truffner schlüpft bei den närrischen Umzügen „Nei de Flegga“ immer gern in das Outfit eines Strohbärs.
Überraschung am Abend
Vor dem Feuerwehrhaus versuchten einige „Narren“, die Karpatschen zu schwingen. Am späten Abend gab es noch eine besondere Überraschung: eine große Strohbären-Torte, die Franz Hellstern und Werner Baiker gemeinsam anschneiden durften. Die einzige Strohbärin Franziska Ganion erhielt das erste Stück.
Für die hungrigen Gäste wurde am gesamten Abend ein kulinarisches „Bärenfutter“ (kaltes Buffet) aufgefahren.