Seit 1975 darf sich Geislingen offiziell als Stadt bezeichnen. Das Jubiläum von 50 Jahren wird mit der Veranstaltungsreihe „Kultursommer“ gefeiert.
In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren war die Verwaltungs- und Gebietsreform in Baden-Württemberg ein anhaltendes Aufregerthema. Damals wurden viele zuvor eigenständige Gemeinden zu größeren zusammengeschlossen, um die Leistungsfähigkeit und Verwaltungseffizienz zu verbessern.
Oft geschah dies zum Ärger von Einwohner kleinerer Orte: Sie befürchteten beispielsweise, in einer größeren Kommune benachteiligt zu werden. Die unechte Teilortswahl bei den Kommunalwahlen wurde nicht zuletzt deshalb etabliert, um der Sorge zu begegnen, dass kleinere Orte politisch nicht angemessen berücksichtigt werden könnten.
Manche Siedlungen mit historischem Stadtrecht wurden zu Ortsteilen degradiert, beispielsweise Zavelstein im Kreis Calw und Binsdorf. Ganz verloren ging zumindest der Titel „Stadt“ jedoch meist nicht: Jenen von Binsdorf „erbte“ das größere Geislingen, als die beiden Gemeinden und Erlaheim diese „Vernunftehe“ eingingen.
Binsdorf brachte den Titel mit in die „Vernunftehe“
Den Stadttitel erhielt die Kommune offiziell zum 1. Januar 1975 verliehen. Somit steht 2025 in Geislingen das Jubiläum „50 Jahre Stadttitel“ an.
Aus diesem Anlass soll es in den Sommermonaten eine fünfwöchige Veranstaltungsreihe geben: Der „Geislinger Kultursommer“ wird voraussichtlich vom 23. Juni bis 27. Juli dauern.
Tribüne soll für Vereinsdarbietungen bereitstehen
Für diesen soll über dem Schlossgraben des ehemaligen Wasserschlosses eine Zuschauertribüne für bis zu 250 Personen aufgebaut werden. Vereine und Organisationen sollen die Möglichkeit erhalten, diese für ein Konzert, eine Theateraufführung oder ähnliches zu nutzen.
Die Vorbereitungen zur Koordination und Abstimmung der verschiedenen vorgesehenen Veranstaltungen laufen bereits.