Die Klammhoka sind im Jubiläumsjahr besonders gut gelaunt. Foto: Marzell Steinmetz

2500 Hästräger verwandelten am Sonntag Felldorf in eine Narrenhochburg. Die Klammhoka-Zunft feierte ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Felldorfer Narrenzunft hatte am Sonntag nochmals Glück mit dem Wetter gehabt. Es blieb bei leichten Minustemperaturen trocken.

 

In der Lange Straße stellten sich die Teilnehmer auf, um von dort durch die Ortsmitte zum Sportplatz zu ziehen. Rund zwei Stunden dauerte es, bis die letzten Narren-Umzügler am Festzelt angekommen waren.

Die Jubiläums-Zunft ging mit ihren Klammhoka, Müllers Leut’, den Blechquälern und den Räubern voraus. Anlässlich des Jubiläums hat die Zunft eine neue Figur geschaffen – den Henker, der jetzt seine Premiere hatte. Er lief gewissermaßen als Aufpasser für die Räuber mit. Man kann sich denken, was passiert, wenn die wilden Gesellen zu sehr über die Stränge schlagen.

Alle Narrenzünfte aus Starzach sind dabei

Alle Starzacher Narrenzünfte nahmen am Umzug teil. Die Bierlinger Mofanger ließen zum Jubiläum bunte Luftballons steigen. Derweil suchten die Sulzauer Hexen bereits ihre ersten Opfer. Wer nicht im Strohwagen landen wollte, musste sich auch vor den Wachendorfer Allgaier hüten. Die Baizakrageler begleiteten die Börstinger Sägbock-Zunft mit ihren Schellennarren und Hexen. Mit dabei waren auch die Stumpbacher Maale und Weible. Der Bierlinger Mäsklesammler-Rekordhalter Gerold Weschenmoser hat sie 1996 gegründet. Sie können jetzt auch ein rundes Jubiläum feiern.

Noch eine Zunft wird 50: Die Ahldorfer „Schmorra“ wurden ebenfalls im gleichen Jahr wie die Felldorfer aus der Taufe gehoben. Der Gegenbesuch der „Klammhoka“ ist bereits ausgemacht. Der Fasnetsverein Näudöffer Köalstiel hatte mit 250 Kilometern die längste Anreise, um beim Jubiläumsumzug mitlaufen zu können. Der Kontakt kam über zwei ehemalige Felldorfer zustande.

Der Schellendralle hatte einen harten Job

Die Wurmlinger Knöpfle mit ihren Bajas und Weible gaben ein buntes Bild ab. Die Vollmaringer Weiherhexen verteilten freigiebig Süßigkeiten an die Kinder. Die Eutinger Narren führten ihren Schellenbaum mit. Der Schellendralle hatte einen harten Job: Er durfte den bunt geschmückten Baum während des ganzen Umzugs nicht absetzen. Ansonsten sind Schellendralle gutmütige Narren. Was man von den Eutinger Bären nicht unbedingt erwarten kann. Eine unerschrockene Zuschauerin hätte sich allerdings noch einen Bärentanz gewünscht. Den gab es leider nicht.

„Klein Paris“ aus Ergenzingen stellte die meisten Umzugsteilnehmer. Die Fleckenhuper bliesen den Narren zünftig den Marsch. Insgesamt beteiligten sich am Felldorfer Jubiläumsumzug 34 Narrenzünfte.