Zwar war der Besucherandrang überschaubar, das mindert den Stellenwert des Bades aber nicht im Geringsten. Foto: Celine Weigel

Seit fünf Jahrzehnten besteht das Gechinger Hallenbad bereits. Zu diesem Anlass fand ein Jubiläum voller Erinnerungen, Musik und Hoffnung statt.

Das Hallenbad Gechingen wurde 50 Jahre alt. Beim Jubiläum blickten die Besucher auf die Geschichte zurück und hörten, warum die Zukunft des Bades weiterhin Thema bleibt.

 

Mit einem abwechslungsreichen Programm hat das Hallenbad Gechingen am Samstag, 29. November, sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Auch wenn der Jubiläumstag nicht so gut besucht war, wie erhofft, bot die Feier zahlreiche Rückblicke, Programmpunkte und Einblicke in die mögliche Zukunft.

Bereits ab 8 Uhr morgens konnten sich die Gäste am Eingang mit kleinen Speisen und Getränken versorgen. Das Angebot war kostenlos, eine aufgestellte Spendenkasse lud jedoch zur freiwilligen Unterstützung ein.

Kurz nach 10 Uhr begrüßte Bürgermeister Jens Häußler die Anwesenden offiziell. Er dankte den anwesenden Mitgliedern des Gemeinderats, der DLRG, dem Hallenbad-Personal und allen Gästen. In seiner Ansprache schlug er den Bogen zur Entstehungsgeschichte des Hallenbads. Hier erzählte er unter anderem von den umfangreichen Sanierungsarbeiten im Jahr 2002. Damals erhielt das Hallenbad sein heutiges Edelstahlbecken. Außerdem wurden ein neuer Hubboden sowie zusätzliche Attraktionen eingebaut.

Wie ist es um den Erhalt des Bades bestellt?

Mit Blick nach vorn machte Häußler deutlich, dass es für die Zukunft und eine mögliche weitere Sanierung „noch keine fertige Lösung“ gebe. Grundsätzlich stehe die Gemeinde hinter dem Erhalt des Hallenbads, was mit Applaus aufgenommen wurde. Gleichzeitig gebe es im Gemeinderat aufgrund der finanziellen Lage jedoch auch kritischere Stimmen.

Der Bürgermeister betonte zudem die gesundheitliche Bedeutung des Schwimmens und berichtete, dass ihm das Hallenbad persönlich bereits sehr geholfen habe. Er hoffe, dass die Bürger durch ihren Besuch zeigen, wie sehr sie das Bad schätzen. Sein Wunsch sei es, eines Tages eine dritte Wiedereröffnung des Hallenbads zu erleben – auch wenn er dann nicht mehr Bürgermeister sei, da er zur kommenden Wahl nicht erneut antreten wird.

Am Nachmittag wurde auch das neue aufblasbare Krokodil im Becken präsentiert. Foto: Celine Weigel

Ein kleiner Wermutstropfen des Tages war die geringe Besucherzahl. Woran dies lag, konnte sich Betriebsleiter Markus Widmann nicht wirklich erklären. Möglicherweise sei im Vorfeld zu wenig Werbung gemacht worden, oder viele Gechinger hätten ihre Zeit lieber auf den Weihnachtsmärkten der umliegenden Orte verbracht.

„Pack die Badehose ein“ wie schon vor 50 Jahren

Für den musikalischen Teil des Programms bedankte sich Häußler bei Hartmut Benzing. Letzterer erinnerte daran, dass er „heute vor genau 50 Jahren“ bereits mit seinem Schulchor bei der Einweihung des Hallenbads mitgewirkt habe. Passend dazu stimmte er – wie damals – das Lied „Pack die Badehose ein“ an. Fast die gesamte Halle sang mit, viele klatschten im Takt, während Benzing das Stück am Keyboard begleitete.

Einen weiteren Programmpunkt bildete danach die Aufführung eines Sketches durch zwei Mitarbeiterinnen der Gemeinde. Auch dieser Beitrag nahm das Hallenbad humorvoll in den Mittelpunkt und sorgte für einige Lacher im Publikum.

Anschließend wurde es sportlich: Die DLRG führte mehrere Rettungsübungen im Wasser vor. Danach luden die Mitglieder die Gäste dazu ein, verschiedene Rettungsgeräte einmal selbst auszuprobieren. Im Anschluss konnten alle Besucher an einem offenen Aquafitnesskurs teilnehmen, der von der stellvertretenden Betriebsleiterin Katrin Weigel geleitet wurde.

Ab 14 Uhr ging das Jubiläumsprogramm in einen Spiel- und Spaßnachmittag über. Hier wurde auch das neue aufblasbare Krokodil im Wasser präsentiert.

Trotz des überschaubaren Besucherandrangs zeigte das Jubiläum eindrucksvoll, welch wichtigen Stellenwert das Hallenbad Gechingen seit fünf Jahrzehnten als Ort der Bewegung, Gesundheit und Begegnung für die Gemeinde hat.