Der FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais besuchte das Dornhaner Unternehmen Berggötz zum 50-jährigen Jubiläum.
Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais tauschte sich mit Geschäftsführer Sascha Berggötz und den Gesellschaftern Klaus und Werner Berggötz über die Lage des mittelständischen Familienunternehmens Berggötz aus.
Anlass war das 50-jährige Bestehen des Betriebs. Im Mittelpunkt standen Bürokratie, Fachkräftemangel und Nachhaltigkeit.
„Unsere Spezialität liegt darin, kleinere bis mittlere Stückzahlen, ideal ab 3000 Stück, von komplexen Bauteilen in kurzer Zeit liefern zu können. Damit haben wir eine Nische in Deutschland, in der wir sehr erfolgreich sind“, berichtet Berggötz.
Für das Unternehmen wird es immer schwieriger
Dennoch werde es auch für diese Firma schwieriger: „Wir verbringen inzwischen fast die Hälfte unserer Zeit mit Bürokratie. Vieles davon ist einfach unnötig“, so Geschäftsführer Sascha Berggötz. Beispiele seien doppelte Warenprüfungen oder bürokratische Stromsteuer-Rückerstattungen. Für den Dornhaner Betrieb mit 25 Mitarbeitenden sei das kaum zu stemmen. „Wir starten mit einem sechsstelligen Minus ins Jahr, weil wir die Bürokratiekosten erst reinarbeiten müssen.“
Karrais zeigt Verständnis
Karrais zeigt Verständnis: „Die Regelungswut in Deutschland hat ein Niveau erreicht, das viele kleinere Betriebe gefährdet. Wir müssen grundlegend hinterfragen, was wir eigentlich noch brauchen“.
Auch der Fachkräftemangel beschäftigt das Unternehmen. Man unterstütze Fachkräfte aus dem Ausland gezielt, doch Deutschkurse seien zu knapp. „Entscheidend ist, ob Prüfungen geschafft werden, nicht die Qualifikation der Lehrer“, sagt Karrais.
Unternehmen legt Wert auf Nachhaltigkeit
Trotz aller Herausforderungen legt das Unternehmen Wert auf nachhaltiges Handeln. So betreibt Berggötz unter anderem eine umweltfreundliche Späneanlage und hat bereits seit 2022 CO₂-Fußabdrücke des Unternehmens erstellt. „Wir machen nichts, hinter dem wir nicht stehen“, so der Geschäftsführer. Karrais lobt dieses Engagement: „Hier zeigt sich, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind. Wer nachhaltig wirtschaftet, denkt langfristig“.