30 Helfer waren beim Forellenessen in Schuttern im Einsatz – unter ihnen auch Joshua Förderer und Wolfgang Seiler, die die Fischteller an die Tische brachten. Vorsitzender Martin Kupfer (rechts) freute sich über die zahlreichen Unterstützer. Foto: Bohnert-Seidel

Zahlreiche Gäste fanden sich am Sonntag beim Forellenessen der Angler- und Naturfreunde Schuttern ein. Nach vier Jahren Pause war die Veranstaltung wieder ein Erfolg. Neben Fisch wurden den Besuchern auch Würste, Kartoffelsalat und Kuchen angeboten.

Nach vier Jahren Pause haben die Angler- und Naturfreunde Schuttern erstmals wieder zum Forellenessen eingeladen.

 

Sowohl bei den Campingplatzbesuchern als auch bei der Friesenheimer Bevölkerung kam die traditionelle Veranstaltung gut an. Der Ruf der sehr guten Küche mit Bratmeister Martin Lauble an der Pfanne, eilt dem Verein voraus.

In keinem Fall wäre Vorsitzender Martin Kupfer nach der langen Pause vom Veranstaltungstermin abgewichen. „Dankbar bin ich über die große Gruppe an Helfern“, erklärte er im Gespräch mit der Lahrer Zeitung.

30 Helfer waren im Einsatz

Insgesamt 30 Menschen sorgten vor Ort für einen reibungslosen Ablauf. Die Vereinshütte war für das Forellenessen in eine große Küche verwandelt worden, in der unter anderem Hilde Eble, Angelika Spitz und Irmgard Benz zahlreiche Kuchen und Torten verkauften. Der gesamte Vorstand und viele Mitglieder waren in Schuttern im Dauereinsatz. Das Forellenessen gehört seit der Gründung des Vereins im Jahr 1972 zu den großen Festen. Hans Kaliner, der seit 1991 auf dem Campingplatz Zeit verbringt, hat in den vergangenen Jahren noch kein Fest ausgelassen, berichtete er. „Die Forellen schmecken hervorragend“, so der Camper.

Dass die vorhergesagten Regengüsse letztlich doch ausblieben, freute den Vereinsvorsitzenden Martin Kupfer besonders. Insgesamt 350 frische und 100 geräucherte Forellen landeten im Lauf des Tages auf dem Grill. Hinter der Anglerhütte war für die Zubereitung mit einer Zeltplane extra eine Außenküche aufgestellt worden. Dort wurden die Forellen nach dem Würzen und Wälzen in Panade behutsam in Butterfett gelegt. „Seit 35 Jahren mache ich das so“, erklärte Martin Lauble, der mit großer Leidenschaft für den Verein, die Mitglieder und die Bevölkerung in Schuttern auch beim diesjährigen Forellenessen wieder in seiner Rolle als Bratmeister aufging. Gegen einen Nachfolger habe er dennoch nichts einzuwenden. Als Alternative zu den Forellen wurde auch Grillwurst mit Kartoffelsalat angeboten. Wer nicht Platz nehmen wollte, holte sich die Köstlichkeit einfach ab und nahm sie mit nach Hause. Die Einnahmen aus dem Fest fließen wieder direkt in den Verein zurück.

Verein will mit Einnahmen Reparaturen zahlen

„Neue Fischbesätze, Reparaturen an Stegen, an der Hütte – gute Rücklagen sind immer gefragt“, erklärte Martin Kupfer. In der Vergangenheit war so auch das Geld für zwei neue Zelte für je 1500 Euro beschafft worden. „Unser Geld ist bestens angelegt“, versicherte der Vorsitzende.

Noch zur Hauptversammlung Anfang des Jahres waren einige Posten im Vorstand unbesetzt gewesen. Folglich waren einige zusätzliche Aufgaben und Ämter beim Vorsitzenden Martin Kupfer gebündelt worden. Da sich laut Satzung Vorstandsmitglieder jedoch auch unter dem Jahr ins Amt wählen lassen, haben die Angler- und Naturfreunde Schuttern dies getan. Neu im Vorstand sind deshalb nun Joshua Förderer als Schriftführer und Wladimir Zoj als Beisitzer. „Jetzt kann ich zufrieden sein“, betonte Martin Kupfer. Der Verein erfreut sich auch einer aktiven Jugend, zu der etwa Noah Benz zählt, der ebenfalls mit großem Eifer beim Bedienen an den Tischen unterstützte. Alle Gäste zeigten sich dankbar, dass die Angler- und Naturfreunde selbst bei schlechten Wetterprognosen nach so vielen Jahren Pause wieder ein Forellenessen veranstalteten.

Verein gibt es seit 1972

Die Angler- und Naturfreunde Schuttern wurden im Jahr 1972 gegründet. 106 aktive Angler zählt der Verein derzeit. Geangelt wird in den Gewässern Schutterner Baggersee, einem Teil der Schutter, dem Dorfbach sowie im Moränensee, an dem aktuell gebaggert wird.