Unter dem Motto „Wo Fasnet und Karneval sich verbinden“ findet das 42. Landesnarrentreffen in Straßberg statt. Die Veranstalter gehen auf das Programm ein – und den „enormen Kraftakt“, der dahinter steckt.
Am Wochenende des 25. und 26. Januar 2025 steht Straßberg im Zeichen des Karnevals und der Fasnet. Unter dem Motto „Wo Fasnet und Karneval sich verbinden“ findet dort das 42. Landesnarrentreffen (LNT) statt, organisiert vom Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine (LWK) und den Schmeia-Hexa Straßberg e.V..
Hierzu werden Tausende Besucher sowie rund 4500 Hästräger aus den 110 Mitgliedsvereinen erwartet – worauf sich diese wiederum freuen können, verraten Volker Würz, Vorsitzender der Schmeia-Hexa und LWK-Präsident Steffen May.
Vielfältiges Programm und gelebte Tradition
Das LNT beginnt am Samstag, 25. Januar, mit dem Stellen des Narrenbaums auf dem Rathausplatz. Der anschließende Kinder- und Dorfumzug führt durch die Straßen der Gemeinde und endet im Narrendorf rund um das Rathaus.
Musikalische und spirituelle Höhepunkte bietet die Narrenmesse ab 16.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Verena, begleitet von der Guggenmusik „Los Titzos“. Der Abend verspricht mit einem abwechslungsreichen Programm in der Schmeienhalle und einer Narrenparty mit der Band „The Candys“ unvergessliche Stunden.
Am Sonntag wird das Programm mit dem Zunftmeisterempfang fortgesetzt. Um 13.01 Uhr startet der große Umzug, der das Herzstück des Treffens bildet. Über 80 Gruppen aus ganz Württemberg präsentieren ihre prächtigen Häser, kunstvollen Wagen und farbenfrohen Darbietungen. Den Abschluss bildet die Fahnenübergabe an die Ausrichter des Treffens 2026.
Herausforderungen und Besonderheiten
Vereinsvorsitzender Volker Würz beschreibt das LNT als einen „enormen Kraftakt“. Vor allem nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, habe er noch mal am Sicherheitskonzept feilen müssen: Das Anti-Terror-Konzept umfasst etwa Straßensperrungen mit Big Packs, inspiriert vom Ebinger Weihnachtszauber. Das bedeutet: Am Festwochenende kommen keine Autos nach Straßberg hinein.
Die logistischen Herausforderungen sind daher nicht minder groß: Shuttleservice, Parkleitsysteme und die Einbindung der Deutschen Bahn sollen den Besucheransturm bewältigen.
„Die Zusammenarbeit mit Verband, Gemeinde und Sicherheitskräften ist hervorragend,“ betonte Würz. Besonders stolz ist er auf die große Unterstützung aus der Dorfgemeinschaft: „In Straßberg ziehen alle an einem Strang, von den Anwohnern bis zur lokalen Politik.“
Ein verbindendes Motto
Steffen May, Präsident des LWK, hob die Bedeutung des Mottos hervor: „Das Treffen vereint das Beste aus beiden Welten: die karnevalistische Vielfalt des LWK und die tief verwurzelten Traditionen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Gerade in der heutigen Zeit ist diese Verbindung ein wichtiges Zeichen der Gemeinschaft.“
Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Fokus
Ein harmonisches und friedliches Fest steht für die Veranstalter im Mittelpunkt, was sich auch in der Umzugsordnung widerspiegelt: Der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften sind zentrale Anliegen. „Unser Ziel ist ein schönes Miteinander, das die Vielfalt und den Reichtum der Traditionen widerspiegelt,“ erklärten Würz und May.
Letzterer lobt die Schmeia-Hexa für ihr Engagement und sieht in Straßberg den idealen Austragungsort: Die kurzen Wege, die enge Dorfgemeinschaft und die Hingabe der Helfer schaffen optimale Bedingungen. „Das Landesnarrentreffen ist ein lebendiger Beweis für die Kraft und die Zukunftsfähigkeit unserer Traditionen.“ Die Vorbereitungen seien im Zeitplan, und Würz blickt optimistisch auf das bevorstehende Festwochenende. „Es wird ein grandioses Ereignis, das nicht nur Straßberg, sondern die gesamte Region in den Fokus rückt.“