Torwart Joacim Eriksson (rechts) feierte ein starkes Comeback. Foto: Sigwart

Die Wild Wings meldeten sich am Samstag mit einem 4:2-Heimsieg gegen DEL-Nord-Spitzenreiter Berlin im Rennen um die Play-offs zurück. Damit beendeten die Schwenninger nach vier Niederlagen in Folge nicht nur ihre Ergebniskrise, sondern sie revanchierten sich auch für die 2:6-Niederlage bei den Eisbären am Mittwoch.

Zwar fehlten Goalie Patrik Cerveny (Syndesmosebandriss, fällt zwei bis drei Wochen lang aus), Maximilian Hadraschek (Schulterverletzung, fällt mindestens vier Wochen lang aus), Will Weber (Sperre) und auch Dylan Yeo ("Dylon musste kurzfristig aus persönlichen Gründen passen", so Manager Christof Kreutzer im Pregame-Talk der Wild Wings), doch dafür feierten Jamie MacQueen, Darin Olver und Stammtorhüter Joacim Eriksson ihr Comeback. Stürmer Marius Möchel verteidigte an der Seite von Colby Robak. "Wir müssen dieses Spiel gewinnen", hatte Kreutzer kurz vor dem ersten Bully natürlich auch die Tabelle im Blick. Aus einem Gejagten in Sachen Play-offs war durch die Ergebniskrise eben ein Jäger geworden, der auch auf Patzer der direkten Kontrahenten Straubing und Augsburg angewiesen ist.

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Das erste Drittel

Schwenningen machte gleich viel Druck. Nach rund zehn Minuten fanden aber die Eisbären besser ins Spiel. Joacim Eriksson musste nicht nur gegen den gebürtigen Schwenninger Kai Wissmann (12.) sein Können zeigen. 15 Torschüsse entschärfte der schwedische Keeper, bevor Landsmann Andreas Thuresson (18.) den sechsten Versuch der Wild Wings zum nun überraschenden 1:0 verwertete. Allerdings verletzte sich der Stürmer bei seinem 13. Saisontor.

Das zweite Drittel

Thuresson kehrte zwar nach der ersten Pause zurück, doch von der Bank aus musste der Angreifer mitansehen, wie die beste Überzahlmannschaft der DEL durch Jonas Müller (22.) ihr erstes Powerplay nutzte. Auf der anderen Seite lief die Scheibe bei der zweiten Schwenninger Überzahl zwar flüssig, doch Alex Weiß (26.) und Co. kamen nicht an Eisbären-Keeper Tobias Ancicka vorbei. Besser machte es Verteidiger Christopher Fischer (31.), der die Wild Wings mit einem satten Blueliner mit 2:1 in Führung brachte. 98 Sekunden lang hatten die Eisbären dann Zeit, eine 5:3-Überzahl zum Ausgleich zu nutzen, doch die zweitbeste Unterzahlmannschaft überstand diese kritische Phase. Als wenig später mit Emil Kristensen "nur" ein Schwenninger in der Kühlbox schmorte, erhöhte Troy Bourke (35.) per Shorthander sogar auf 3:1.

Das dritte Drittel

Berlin wollte im Schlussabschnitt den schnellen Anschlusstreffer. Ein starker Joacim Eriksson und leidenschaftliche Defensivarbeit wussten dies zu verhindern. Zunächst, denn Matt White (49.) fand gegen in der Offensive zu passive Schwenninger eine Lücke. Der Sturmlauf der Eisbären ging weiter, Entlastungsangriffe der Wild Wings bildeten weiter eine absolute Ausnahme. 94 Sekunden vor der Schlusssirene zog Eisbären-Bändiger Serge Aubin seine letzte Karte, ersetzte Torwart Ancicka für einen sechsten Feldspieler. Per Empty-Net-Goal machte Kapitän Travis Turnbull (59.) alles klar. "Das war ein sehr wichtiger Sieg. Joacim gibt uns einfach zusätzliche Sicherheit", betonte 2:1-Torschütze Christopher Fischer bei Magenta Sport.

Das nächste Spiel

Weiter geht es für die Wild Wings am Montag (18.30 Uhr). Dann muss in Sachen Play-offs beim abgeschlagenen Nord-Schlusslicht aus Krefeld ein weiterer Sieg her.

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