Christopher Fischer, 1:0-Torschütze Emil Kristensen, Alexander Weiß und Darin Olver (von links) jubeln. Foto: Sigwart

Eishockey: Fünf Punkte beträgt nun der Vorsprung auf die zuletzt erstarkten Panther. Daniel Weiß kommt. Mit Video

Die Wild Wings fuhren am Montagabend einen in Sachen Play-offs sehr wichtigen 4:0-Heimsieg gegen den direkten DEL-Südkontrahenten Augsburg ein. Fünf Punkte beträgt nun der Vorsprung der Schwenninger auf die zuletzt erstarkten Panther.

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Noch nicht mit dabei war der am Montag – wie erwartet – verpflichtete Daniel Weiß, der sich aber schon riesig auf seine Rückkehr nach Schwenningen freut. "Ich glaube, dass wir da eine brutale Mannschaft zusammenhaben, mit der man etwas reißen kann", blickt der 30 Jahre alte Flügelstürmer voraus. Erstmals seit der Saison 2010/11 werden die Weiß-Brüder – Alexander ist der Assistenzkapitän der Wild Wings – wieder gemeinsam auf dem Eis stehen.

Für den verletzten Spielführer Travis Turnbull rückte Cedric Schiemenz zu Darin Olver und Jamie MacQueen in die dritte Sturmreihe. Nach der Spielpause von einer Woche wollten die Schwenninger gleich viel Druck auf die Panther machen, doch echte Chancen waren gegen clever verteidigende Augsburger zunächst Mangelware. Beide Teams standen stabil in der Defensive, die Offensivblöcke taten sich schwer. Nach dem Powerbreak wurden die Panther etwas mutiger, doch der Schwenninger Goalie Joacim Eriksson musste gegen Spencer Abbott (16.) erst ernsthaft eingreifen, als Andreas Thuresson in der Kühlbox saß. Zuvor hatte Boaz Bassen (15.) in einem insgesamt ausgeglichenen ersten Drittel eine gute Möglichkeit der Wild Wings vergeben. "Wir sollten mehr von der Strafbank wegbleiben", war Stürmer Daniel Pfaffengut sonst mit den ersten 20 Minuten zufrieden.

Das Magenta-Sport-Interview seines Teamkollegen hatte Marius Möchel wohl nicht mitbekommen. Schwenningen überstand aber die folgende (kurze) 3:5-Unterzahlsituation. Besser machte es das viertbeste Powerplay-Team der DEL dank einem sehenswerten Schlenzer von Emil Kristensen (25.). Nach dem ersten DEL-Tor des dänischen Verteidigers verpassten Darin Olver (26.) und Johannes Huß (32.) den möglichen zweiten Treffer. Laufstärke, Aggressivität, eine stabile Defensive, viel mehr Zug zum Tor: Jamie MacQueen (35.) belohnte die klare Leistungssteigerung der Wild Wings mit der verdienten 2:0-Führung. Troy Bourke hatte zu Beginn des letzten Drittels das 3:0 auf dem Schläger. Egal – kurz danach machte der erneut zum Verteidiger umfunktionierte Marius Möchel (46.) mit seinem ersten Treffer für die Wild Wings alles klar. Das Schaulaufen der einfach auch sehr cleveren Schwenninger begann mit dem 4:0 durch ein weiteres Powerplay-Tor von Tyson Spink (53.).

Damit festigten die Wild Wings den vierten Platz in der Südgruppe, der für die Play-off-Qualifikation ausreichen würde. Zudem feierte Torwart Joacim Eriksson sein erstes Shutout in der DEL. "Das war eines unserer besten Saisonspiele. Ich bin also sehr zufrieden mit der Leistung der gesamten Mannschaft", betonte Coach Niklas Sundblad, während Panther-Trainer Tray Tuomie sich über die verpassten Powerplay-Chancen ärgerte.

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