Geschichte geschrieben: Carina Vogt krönte sich 2014 zur ersten Skisprung-Olympiasiegerin. Foto: Eibner

Sven Hannawald, Martin Schmitt, Carina Vogt, Benedikt Doll, Simon Schempp oder Fabian Rießle: Zahlreiche Wintersport-Stars wurden vom Skiinternat Furtwangen ausgebildet.

Wir haben einige der Sportler zusammengetragen.

 

SKISPRINGEN

Sven Hannawald: Der 49-Jährige schaffte 2002 Historisches. Erstmalig gewann ein Sportler alle vier Springen der Vier-Schanzen-Tournee. Nach seiner aktiven Karriere wurde Hannawald zum TV-Experten – seit 2020 bei der ARD.

Martin Schmitt: Der gebürtige Villingen-Schwenninger geht bei Eurosport ans Mikrofon. Er sammelte bei Weltmeisterschaften zehn Medaillen, holte olympisches Gold.

Carina Vogt: Die Vorreiterin des deutschen Frauen-Skispringens war immer zur Stelle, wenn es um große Titel ging. 2014 krönte sie sich zur ersten Skisprung-Olympiasiegerin. Es folgten fünf WM-Titel.

Alexander Herr: 2001 war DAS Jahr des gebürtigen Furtwangers. Mit der Mannschaft gewann er bei den nordischen Skiweltmeisterschaften in Lahti Gold von der Großschanze und Bronze von der Normalschanze.

Christoph Duffner: Die große Zeit des Schönwälders schien vorbei. Doch Bundestrainer Reinhard Heß nominierte Duffner für die WM 1999 in Ramsau. Der Rest ist Geschichte: Duffner gewann im Team Gold. 1994 hatte Duffner bereits in Lillehammer bei Olympia mit dem Team triumphiert.

Hansjörg Jäckle: Teil des goldenen Olympia-Team von 1994 war auch Hansjörg Jäckle. Der Schonacher legte Mannschaftssilber 1998 in Nagano nach.

Melanie Faißt: Auch Faißt war eine Vorreiterin. Beim ersten Skisprungweltcup der Frauen belegte sie 2011 in Lillehammer Platz drei. Weitere Podestplätze blieben aus, das Karriereende folgte im Januar 2014.

NORDISCHE KOMBINATION

Georg Hettich: Seine Karriere war ein Auf und Ab. Sein Olympiasieg 2006 in Turin hat sich bei vielen Menschen bis heute im Gedächtnis eingebrannt.

Fabian Rießle: Ähnlich wie Hettich überzeugte Rießle auf der Loipe mehr als beim Skispringen. Mit vier Olympia- und sechs WM-Medaillen spricht die Karriere von „Rio“ für sich. In diesem Jahr beendete der Olympiasieger von 2018 seine Karriere.

BIATHLON

Simon Schempp: 14 Zentimeter fehlten Schempp 2018 zum Olympiasieg im Massenstart. Im Fotofinish hatte Dauersieger Martin Fourcade die Skispitze vorn. Schempps Karriere mit drei Olympia- und acht WM-Medaillen kann sich dennoch mehr als nur sehen lasen.

Benedikt Doll beendete nach vielen Erfolgen nun seine große Karriere. Foto: Eibner/Fabian Friese

Simone Hauswald: Auch Simone Hauswald war absolute Weltspitze. Zwischen 2003 und 2010 sammelte Hauswald fünf WM-Medaillen. Bei den Spielen von Vancouver krönte die gebürtige Rottweilerin ihre Karriere 2010 mit zwei Bronzemedaillen.

Benedikt Doll: Ähnlich wie Schempp blieb Doll eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen – trotz großartiger Karriere – verwehrt. Bei seinen letzten Weltmeisterschaften holte der Schwarzwälder in diesem Jahr in Nove Mesto Bronze im Einzel, seine sechste WM-Medaille.

LANGLAUF

Stefanie Böhler: Die 43-Jährige hat eine lange Karriere hinter sich. An den starken Skandinavierinnen kam sie im Einzelstart selten vorbei, mit der Staffel holte Böhler jedoch zwei Olympiamedaillen und WM-Silber 2007.